Kurzbeschreibung
Das „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ war ein auf Initiative der SPD
gegründeter, jedoch parteiübergreifender Bund von Kriegsveteranen,
dessen Ziel der Schutz der parlamentarischen Demokratie vor ihren
Feinden der extremen Rechten und Linken war. 1924 in Magdeburg
gegründet, wurde das Reichsbanner zu einer der größten
Massenorganisationen in der Weimarer Republik, die 1932 mehr als drei
Millionen Mitglieder zählte. Auch prominente Politiker wie Hugo Preuß,
Otto Wels oder Kurt Schumacher zählten zu seinen Mitgliedern. Auf diesem
Foto vom Oktober 1924 sind Mitglieder des Reichsbanners während eines
Aufmarschs in Potsdam zu sehen. In Organisationsform und Erscheinung
unterschied sich das militaristische „Reichsbanner“ allerdings wenig von
rechtsextremen Gruppierungen wie der SA (Sturmabteilung), deren
Bekämpfung sie sich verschrieben hatte. 1932 vereinigten sich das
Reichsbanner, die Freien Gewerkschaften und andere Verbände zur
„Eisernen Front“, die letztlich jedoch auch dem nationalsozialistischen
Regime zum Opfer fiel.