Kurzbeschreibung

Die Organisation Consul (OC) war eine geheime, ultranationalistische, terroristische Vereinigung, die aus Mitgliedern der nach dem Kapp-Putsch aufgelösten Marinebrigade Erhardt bestand und nach dem Decknamen ihres Anführers Hermann Erhardt „Consul Eichmann“ benannt war. Ihr Ziel war es, durch Mordanschläge auf führende Politiker eine linke Revolte zu provozieren und damit die Zerstörung der Republik herbeizuführen. Sie wurde für die Morde an Matthias Erzberger und Walther Rathenau sowie für das gescheiterte Attentat auf Philipp Scheidemann verantwortlich gemacht. Als Reaktion auf die Ermordung Rathenaus am 24. Juni 1922 verabschiedete die Regierung 1922 das Republikschutzgesetz, das republikfeindliche Organisationen verbot und die Befugnisse der Ermittlungsbehörden bei deren strafrechtlicher Verfolgung erweiterte. Die zwei Haupttäter, Erwin Kern und Hermann Fischer, wurden einige Wochen später in ihrem Versteck gefunden. Kern starb durch Polizeischüsse, Fischer durch Selbstmord, um der Verhaftung zu entgehen. Die restlichen am Attentat Beteiligten wurden im Oktober 1922 vor dem neu eingerichteten Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik angeklagt. Dieses Foto zeigt sechs der insgesamt 13 Angeklagten im Rathenau-Mordprozess (von links nach rechts): Ernst von Salomon, Ernst Werner Techow, Karl Tillessen, Waldemar Niedrig, Friedrich Warnecke, Hans Gert Techow. Zehn der Angeklagten wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Rolle der Organisation Consul konnte jedoch vor Gericht nciht aufgeklärt werden.

Die Angeklagten im Rathenau-Prozess (13.Oktober 1922)

  • Unbekannt

Quelle

Quelle: Die Angeklagten im Rathenau-Prozeß.
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