Kurzbeschreibung
Die 1694 in Berlin durch Friedrich I. von Preußen gegründete
Preußische Akademie der Künste schuf im Oktober 1926 die Sektion für
Dichtkunst als „eine fachmännisch beratende und begutachtende Instanz
für das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in Fragen
der Dichtkunst“. Ihre Mitglieder repräsentierten eine Vielfalt von
ideologischen und literarischen Auffassungen und ihre
Meinungsverschiedenheiten und Debatten wurden häufig zum Gegenstand von
Presseberichten. Thomas Mann (2. von links) gehörte zu den
Gründungsmitgliedern. Alfred Döblin (ganz links), einer der aktiveren
und stark polemischen Mitglieder, sah sich oft im Gegensatz zu den
konservativeren Mitgliedern. Zu den zentralen Diskussionsthemen gehörten
die Zensur sowie die Rolle des Staates bei der Förderung von Kunst und
Literatur. 1926 war Ricarda Huch als als erste Frau in die Sektion
Dichtkunst aufgenommen worden.
Von links nach rechts: Alfred Döblin, Thomas Mann, Ricarda Huch,
Bernhard Kellermann, Herman Stehr, Alfred Mombert, Eduard Stucken