Kurzbeschreibung
Als Reichspräsident verließ sich Hindenburg sehr stark auf einen
kleinen Kreis von Beratern. Seine „Kamarilla“ bestand aus Staatssekretär
Otto Meissner, den Reichskanzlern Kurt von Schleicher und Franz von
Papen und seinem Sohn, Oskar von Hindenburg (1883-1960). Sein Sohn, ein
Oberst der Reichswehr, diente als Hindenburgs Adjutant und begleitete
ihn insofern ständig. Obwohl Oskar von Hindenburg zunächst Hitler als
Reichskanzler abgelehnt hatte, befürwortete er schließlich Hitlers
Ernennung und fungierte als Vermittler zwischen seinem Vater und Hitler
bei einer Reihe von geheimen Treffen in Joachim von Ribbentrops Villa im
Januar 1933. Diese Aufnahme, auf der Vater und Sohn in Uniform zu sehen
sind, verdeutlicht die Verflechtung und den enormen Einfluss der
Reichswehr auf die deutsche Politik.