Quelle
Quelle: Im Schatten der Maschine, Regie: Albrecht Viktor Blum, Leo Lania, Filmkartell "Weltfilm" GmbH, 1928. Bundesarchiv Filmarchiv Filmwerk ID: 6661, https://digitaler-lesesaal.bundesarchiv.de/video/6661/687331
Die kontinuierliche Einführung neuer Technologien am Arbeitsplatz und im Alltag in den 1920er Jahren veränderte das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. Ein optimistischer Glaube an den automatisierten Fortschritt stand in einem Spannungsverhältnis zu Gefühlen der Unsicherheit, Überlastung und Entfremdung. Der Film Im Schatten der Maschine von Albrecht Viktor Blum (1888–1959) und Leo Lania (1896–1961) aus dem Jahr 1928 stellte Ausschnitte aus der industriellen und militärischen Mechanisierung zu einer filmischen Collage zusammen, die sowohl die Faszination als auch die Zerstörungskraft der Moderne zum Ausdruck brachte. Die Produktionsfirma „Weltfilm“, die 1928 vom linken Medienmagnaten Willi Münzenberg gegründet wurde und der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) nahestand, finanzierte diesen Film. In rascher Folge sehen wir Aufnahmen aus verschiedenen Arbeitsstätten, darunter Kohlebergwerke, Stahlwerke, Telefonzentralen, Haushalte und Schlachtfelder. Vor diesem allgegenwärtigen Hintergrund der industriellen Produktion scheinen die Menschen selbst zu verschwinden. Spätere Bilder verdeutlichen die Gefahren der modernen Technologie noch eindringlicher: eingestürzte Brücken, entgleiste Züge, Explosionen und die beispiellose Zerstörungskraft der technologisierten Kriegsführung, die denjenigen Betrachtern, die den erst zehn Jahre zuvor beendeten Ersten Weltkrieg erlebt hatten, noch in lebhafter Erinnerung war.
Quelle: Im Schatten der Maschine, Regie: Albrecht Viktor Blum, Leo Lania, Filmkartell "Weltfilm" GmbH, 1928. Bundesarchiv Filmarchiv Filmwerk ID: 6661, https://digitaler-lesesaal.bundesarchiv.de/video/6661/687331
BArch