Kurzbeschreibung

Als integralen Bestandteil der mit dem Maastricht-Vertrag eingeführten „Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik“ (GASP) beschloss der Europäische Rat in Köln (Juni 1999) den Aufbau einer Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP). Zur Unterstützung der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo einigte sich der (Minister-) Rat der Europäischen Union am 12. Juni 2003 auf die befristete Militäroperation „Artemis“. Zur erneuten Unterstützung der UN-Mission, dieses Mal während der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, beschloss der Rat der Europäischen Union am 27. April 2006 die Mission „EUFOR RD Kongo“, wobei Deutschland die Führung übernahm und mit bis zu 780 Soldaten neben Frankreich (1.090 Soldaten) die meisten Truppen stellte. Obwohl der Einsatz in der Bevölkerung und auch in der Bundeswehr selbst umstritten war, stimmte der Deutsche Bundestag am 2. Juni 2006 (gegen die Stimmen von FDP und Linkspartei) der Kongo-Mission zu. 

Ein Fallschirmjäger der Bundeswehr winkt bei einer Patrouille Bewohnern der Stadt Kinshasa zu (26. Oktober 2006)

  • Andrea Bienert

Quelle

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