Kurzbeschreibung
Die Artillerie forderte mehr Opfer als jede andere Waffe im Ersten
Weltkrieg und war für etwa 75% der Todesopfer verantwortlich. Die
Schlagkraft, welche die Artillerie der deutschen Armee verlieh,
bedeutete, dass sie in der Friedensregelung nicht ignoriert werden
konnte. Artikel 166 des Versailler Vertrags begrenzte die Anzahl der
Artilleriegeschütze, welche die deutsche Armee besitzen durfte, auf 204
7,7-cm-Geschütze und 84 10,5-cm-Haubitzen. Auch die Anzahl der Granaten
wurde begrenzt. Deutschland besaß am Ende des Krieges etwa 5.000 schwere
Geschütze, und seine wichtigste Kampfwaffe an der Westfront war die
15-cm-Haubitze. Der Vertrag beseitigte also die Bedrohung, welche die
deutsche schwere Artillerie sonst dargestellt hätte.