Kurzbeschreibung
Dieses Ölgemälde des irischen Malers William Orpen (1878-1931) stellt
den Moment der Unterzeichnung des Versailler Vertrages am 28. Juni 1919
im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles dar. Orpen war von 1915 bis
zum Ende des Krieges im Auftrag des britischen Militärs als offizieller
Kriegsmaler an der Westfront tätig und wurde nach Kriegsende mit
Darstellungen der Pariser Friedenskonferenz sowie der Unterzeichnung des
Versailler Vertrages beauftragt. Im Vordergrund mit dem Rücken zum
Betrachter sind in gebeugter Haltung die beiden deutschen Vertreter,
Verkehrsminister Johannes Bell (sitzend) und Außenminister Hermann
Müller bei der Unterzeichnung des Vertragsdokuments zu sehen. Kurz zuvor
war das von Philipp Scheidemann geführte Kabinett aus Protest gegen den
von ihnen als „Diktatfrieden“ empfundenen Vertrag geschlossen
zurückgetreten. Am Tisch sitzend sind dargestellt (v.l.n.r.):
US-Stabschef General Tasker H. Bliss, der europapolitische Berater des
US-Präsidenten E. M. House, US-Diplomat Henry White, US-Außenminister
Robert Lansing, US-Präsident Woodrow Wilson; der französische
Premierminister Georges Clemenceau; der britische Premierminister David
Lloyd George, der britische Lordsiegelbewahrer Andrew Bonar Law, der
britische Außenminister Arthur J. Balfour, der britische
Kolonialminister Viscount Milner, G. N. Barnes (britischer Minister ohne
Zuständigkeitsbereich) und der japanische Delegierte Saionji Kimmochi.
Hinter ihnen stehend sind zu sehen (v.l.n.r.): der griechische
Premierminister Eleutherios Venizelos; der portugiesische
Premierminister Affonso Costa; Lord Riddell (britischer
Pressevertreter); der kanadische Delegierte Sir George E. Foster; der
serbische Premierminister Nikola Paši?; der französische Außenminister
Stephen Pichon ; der Sekretär des britischen Kriegskabinetts Sir Maurice
Hankey, der britische Staatssekretär für Indien Edwin S. Montagu; der
Maharadscha von Bikaner, der indische Major-General Sir Ganga Singh; der
italienische Premierminister Vittorio Emanuele Orlando; der belgische
Außenminister Paul Hymans; der südafrikanische Premierminister Louis
Botha und der australische Premierminister W. M. Hughes.