Kurzbeschreibung

Die Agrarchemikerin Margarete von Wrangell (1877-1932) wurde 1923 die erste ordentliche Professorin in Deutschland, als sie gegen den Widerstand verschiedener männlich dominierter Institutionen auf einen Lehrstuhl für Pflanzenernährung an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim in Stuttgart berufen wurde. In diesem sehr kurzen Auszug aus einem Brief, den Wrangell am 5. Juni 1923 an ihre Mutter schrieb, kurz nachdem sie die Nachricht über ihre Berufung erhalten hatte, schrieb sie sowohl über die Kämpfe, die sie bereits überwunden hatte, als auch über die Kämpfe, von denen sie wusste, dass sie ihr noch bevorstünden.

Margarete von Wrangell, die erste Professorin in Deutschland (1923)

Quelle

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Ich habe viele Kämpfe in meinem Berufe. Ich bin der (sic!) erste ordentliche weibliche Professor in Deutschland. Bin zudem durch einige wissenschaftliche Größen öffentlich anerkannt worden. Das hat mir die Feindschaft vieler eingetragen; aber mein Institut ist eine Schöpfung, die von dauerndem Wert und Nutzen bleiben wird, und macht mir trotz großer Sorge und Arbeitsüberlastung doch Freude. Jedenfalls weiß ich, wofür ich kämpfe.

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Quelle: Margarete von Wrangell, zitiert in Ulrich Fellmeth, „Margarete von Wrangell—die erste Ordinaria in Deutschland“, in Fellmeth, Hrsg., Margarete von Wrangell und andere Pionierinnen. Katharinen, 1998, S. 3. Online verfügbar unter: http://margarete-von-wrangell.de/?nav=4

Margarete von Wrangell, die erste Professorin in Deutschland (1923), veröffentlicht in: German History in Documents and Images, <https://germanhistorydocs.org/de/die-weimarer-republik-1918-1933/ghdi:document-5419> [16.03.2026].