Quelle
Quelle: Lustige Hygiene Nr. 2, Reichsausschuss für hygienische Volksbelehrung, 1926. USHMM: RG-60.3413, Accessed at United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of Bundesarchiv Filmarchiv
Dieser humorvolle Kurzfilm aus dem Jahr 1926 gibt Ratschläge, wie man sich vor Erkältung und Grippe schützen und wie man diese Infektionen behandeln kann, wenn sie einmal aufgetreten sind. Darin tritt ein kleiner Schelm mit dem ironischen Namen „Leberecht Klug“ auf, der sich trotz aller Warnungen spontan entschließt, an einem besonders kalten und nassen Tag die Stadt zu erkunden. Mit durchnässter Kleidung und in unmittelbarer Nähe zu niesenden Straßenbahnpassagieren erkrankt Leberecht erwartungsgemäß an Grippe. Der Erzähler ermahnt ihn, zu Hause zu bleiben, um andere nicht anzustecken, sich warm anzuziehen, zu gurgeln und einen Arzt aufzusuchen. Acht Jahre nach der Influenza-Pandemie von 1918 thematisierte dieser Film ein aktuelles Problem der öffentlichen Gesundheit in Deutschland. Er zeigt zudem einen Mann in einer für die damalige Zeit ungewöhnlich umsorgenden Pflegefunktion, da der Erzähler Leberecht gesund pflegt und sogar bügelt.
Dieser Film war der zweite in einer zehnteiligen Serie zum Thema gesundes Leben mit dem Titel Lustige Hygiene. Er wurde im Auftrag des Reichsausschusses für hygienische Volksbelehrung produziert, das Drehbuch stammte von dem Mediziner Curt Thomalla, der zahlreiche Drehbücher für medizinische Aufklärungsfilme dieser Art schrieb. Das deutsche Kinopublikum sah solche kurzen Bildungsfilme vor Beginn des Hauptprogramms. In technischer Hinsicht war dieser Kurzfilm für seine Zeit durchaus innovativ, da er Live-Action und Animation in einem Bild kombinierte, während Leberecht Klug mit realen Menschen und urbanen Räumen interagiert.
Quelle: Lustige Hygiene Nr. 2, Reichsausschuss für hygienische Volksbelehrung, 1926. USHMM: RG-60.3413, Accessed at United States Holocaust Memorial Museum, courtesy of Bundesarchiv Filmarchiv
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