Das brandenburgische Zentrale Aufnahmelager für Asylbewerber in
Eisenhüttenstadt war ursprünglich für 800 Menschen konzipiert worden.
Angesichts des starken Anstiegs der Zahl von Asylbewerbern Anfang der
1990er Jahre wurden dort jedoch zeitweilig bis zu 2.000 Menschen
untergebracht. Im Jahr 1992 erreichte die Zahl der Asylbewerber in
Deutschland mit 438.191 ihren Höchststand. Als Maßnahme gegen den
Platzmangel wurden Wohncontainer für die Asylsuchenden bereitgestellt.
Ab 1993 ging die Zahl der Asylbewerber aufgrund der praktischen
Einschränkung des Asylgrundrechts sowie der Stabilisierung Osteuropas
und anderer Regionen stetig zurück. Das Foto zeigt eine russische
Familie in ihrem Wohncontainer in Eisenhüttenstadt, das in DDR-Zeiten zu
den propagandistisch gefeierten „neuen Städten“ gehörte.
Asyl in Eisenhüttenstadt: Wohncontainer (14. Mai 1992)