Kurzbeschreibung

Dieser Ausschnitt aus einer Wochenschau berichtet über die letzten Tage des ersten Bergen-Belsen-Prozesses, der von September bis November 1945 vor einem britischen Militärgericht in Lüneburg in der britischen Besatzungszone stattfand. Unter den 45 Angeklagten befanden sich sowohl männliche als auch weibliche SS-Angehörige, die im Konzentrationslager Bergen-Belsen als Wachpersonal gearbeitet hatten, sowie einige Kapos, Funktionshäftlinge, die als Gegenleistung für bestimmte Privilegien mit Verwaltungsaufgaben betraut worden waren oder andere Häftlinge bei der Zwangsarbeit beaufsichtigten. Der Bericht hebt Josef Kramer, den ehemaligen Lagerkommandanten, und Irma Grese, die ehemalige Aufseherin des Frauenlagers in Belsen, hervor, die beide für ihre Brutalität berüchtigt waren. Beide wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der Ausschnitt stammt aus einer Ausgabe der deutschsprachigen Wochenschau Welt im Film vom November 1945, die von der amerikanischen und britischen Militärregierung produziert wurde.

Bericht über den ersten Bergen-Belsen Prozess (November 1945)

Quelle

/Die letzten Prozesstage in Belsen.  Die 45 Angeklagten werden zur Verhandlung gebracht. Das ist Josef Kramer, den die Welt „die Bestie von Belsen“ nennt.

/Irma Grese, blond und adrett – und die Grausamste von allen.

/Der Urteilsspruch kann nicht das Tausendfache Leid des Schandlagers auslöschen, aber er richtet die, die sich zu Henkern und Folterknechten des Nationalsozialismus erniedrigten.

Quelle: Welt im Film 26/1945. 9. November 1945. Bundesarchiv Filmarchiv