Quelle
Quelle: „Rennbahngespräche“, Originalvortrag von Paul Morgan und Wilhelm Bendow, 23. April 1926. Österreichische Mediathek, https://www.mediathek.at/atom/0C9B689C-2C8-0005A-00003690-0C9ACB80
Technische Fortschritte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert führten zu einer Zunahme der Produktion und Verbreitung von Schallplatten und Aufnahmegeräten, wobei das neue Medium eine Vielzahl von Unterhaltungsmöglichkeiten bot, von Musik und Literatur bis zu Kabarett. Ein Beispiel dafür ist die folgende Tonaufnahme Rennbahngespräche, die eine Begegnung zwischen zwei Männern auf der Pferderennbahn, von denen einer absolut keine Ahnung von den Abläufen auf einer Rennbahn hat, während der andere zunehmend genervt auf seinen einfältigen Gesprächspartner reagiert, humoristisch auschmückt. Dieser klassische Sketch, der im April 1926 in Berlin von den bekannten Komikern und Kabarettisten Paul Morgan (geb. Georg Morgenstern) und Wilhelm Bendow aufgeführt und vom deutsch-britischen Label Parlophone aufgenommen wurde, erfreute sich eines sehr langen Nachlebens. Bendow und Franz-Otto Krüger belebten ihn 1946 mit einer Neuaufnahme wieder, und der berühmte deutsche Humorist Loriot (geb. Vicco von Bülow) machte ihn 1972 in Form des Zeichentrickfilms „Wo laufen sie denn?“ wohl unvergesslich. Morgan erlebte keine dieser späteren Neuaufnahmen mehr. Das NS-Regime verhaftete ihn im März 1938 und er starb neun Monate später im Konzentrationslager Buchenwald.
Quelle: „Rennbahngespräche“, Originalvortrag von Paul Morgan und Wilhelm Bendow, 23. April 1926. Österreichische Mediathek, https://www.mediathek.at/atom/0C9B689C-2C8-0005A-00003690-0C9ACB80
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