Kurzbeschreibung

Thomas Mann (1875-1955) ist bis heute einer der berühmtesten deutschen Schriftsteller, der 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterstützte der politische konservative Mann die deutschen Kriegsanstrengungen, da er der Meinung war, dass Deutschland Frankreich und Russland die Stirn bieten müsse. Als die politische Gewalt, welche die ersten Jahre der Weimarer Republik prägte, mehrere Mitglieder der Regierung das Leben kostete, fühlte sich Mann jedoch verpflichtet, sich für die Republik und ihre humanitären Werte einzusetzen. Die Ermordung von Außenminister Walther Rathenau, einem der fähigsten Politiker der Weimarer Zeit, durch Mitglieder der rechtsgerichteten, antisemitischen Terrorgruppe Organisation Consul am 24. Juni 1922 war für Mann ein besonderer Schock.

In einer Rede, die er am 13. Oktober 1922 in Berlin anlässlich des 60. Geburtstages des Dramatikers Gerhart Hauptmann (der 1912 den Nobelpreis erhalten hatte) hielt, appelliert Mann an die deutsche Jugend und betont die Bedeutung der Republik und ihrer Demokratie für die künftige Humanität und Kultur Deutschlands, während er vor der zerstörerischen Kraft des Krieges und des Festhaltens an der Vergangenheit warnt. Manns Rede, von der hier ein Auszug wiedergegeben ist, wurde im Berliner Tageblatt, einer der wichtigsten liberalen deutschen Zeitungen dieser Zeit veröffentlicht.

Thomas Mann, „Von Deutscher Republik“ (13. Oktober 1922)

  • Thomas Mann

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VON DEUTSCHER REPUBLIK

GERHART HAUPTMANN ZUM SECHZIGSTEN GEBURTSTAG

Sie waren unter meinen Zuhörern, Gerhart Hauptmann, darf ich Sie erinnern? als ich an einem Tage der Goethe-Woche zu Frankfurt in der Universität über Bekenntnis und Erziehung, über Humanität also, sprechen durfte; in erster Reihe saßen Sie vor mir, und hinter Ihnen war das Festauditorium bis zur Empore hinauf voll akademischer Jugend. Das war schön; und so sei es heute wieder. Noch einmal, kraft meiner Einbildung, will ich Sie vor mir haben, wie damals, daß ich Sie anspreche zu Ihrem Geburtstag, werter Mann; und wenn ich den Kopf ein wenig höher hebe, soll deutsche Jugend da sein und ihre Ohren spitzen, denn auch zu ihr will ich, über Ihre Person hinweg, heute wieder reden, auch mit ihr, wie die Wendung lautet, wenn der Sinn jenes Hühnchens darin liegen soll, das zu pflükken ist, habe ich zu reden [] ich werde zu Ende reden und Herz und Geist daran setzen, sie zu gewinnen. Denn gewonnen muß sie werden, soviel ist sicher, und ist auch zu gewinnen, da sie nicht schlecht ist, sondern nur stolz und vertrotzt in ihren scharrenden Teilen.

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Krieg ist Romantik. Niemand hat je das mystisch-poetische Element geleugnet, das ihm innewohnt. Zu leugnen, daß er heute spottschlechte Romantik, ekelhaft verhunzte Poesie ist, wäre Verstocktheit. Und um das Nationale nicht völlig in Verruf kommen, es nicht gänzlich zum Fluche werden zu lassen, wird nötig sein, daß es, statt als Inbegriff alles Kriegsgeistes und Geräufes, vielmehr, seiner künstlerischen und fast schwärmerischen Natur durchaus entsprechend, immer unbedingter als Gegenstand eines Friedenskultus verstanden werde.

Jungmannschaft, – nicht diese Töne! Ich bin kein Pazifist, weder von der geifernden noch von der öligen Observanz. Der Pazifismus als Weltanschauung, als seelisches Vegetariertum und bürgerlich-rationale Glücksphilanthropie ist nicht meine Sache. Aber er war auch eines Goethe Sache nicht, oder wäre es nicht gewesen, und dennoch war er ein Mann des Friedens. Ich bin kein Goethe; aber ein wenig, irgendwie, von weither, bin ich, mit Adalbert Stifter zu reden, „von seiner Familie“, und auch mein Teil ist der Friede, denn er ist das Reich der Kultur, der Kunst und des Gedankens, während im Kriege die Roheit triumphiert [] nicht sie allein, seid still, ich weiß es, aber wie der Mensch ist, wie es heute um unsere Welt steht, fast nur noch sie. Die Welt, die Völker sind alt und klug heute, die epischheroische Lebensstufe liegt für jedes von ihnen weit dahinten, der Versuch, auf sie zurückzutreten, bedeutet wüste Auflehnung gegen das Gesetz der Zeit, eine seelische Unwahrheit, der Krieg ist Lüge, selbst seine Ergebnisse sind Lügen, er ist, wieviel Ehre der Einzelne in ihn hineinzutragen willens sein möge, selbst heute aller Ehre bloß, und darum stellt er dem Auge, das nicht sich selbst betrügt, als Triumph aller brutalen und gemeinen, der Kultur und dem Gedanken erzfeindlich gesinnten Volkselemente, als eine Blutorgie von Egoismus, Verderbnis und Schlechtigkeit fast restlos sich dar.

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Mein Vorsatz ist, ich sage es offen heraus, euch, sofern das nötig ist, für die Republik zu gewinnen und für das, was Demokratie genannt wird, und was ich Humanität nenne, aus Abneigung gegen die humbughaften Nebengeräusche, die jenem anderen Worte anhaften, (eine Abneigung, die ich mit euch teile) – dafür zu werben bei euch im Angesicht dieses Mannes und Dichters hier vor mir, dessen echte Popularität auf der würdigsten Vereinigung volkhafter und menschheitlicher Elemente beruht. Denn ich möchte, daß das deutsche Antlitz, jetzt leidvoll verzerrt und entstellt, dem seinen wieder gliche, – diesem Künstlerhaupt, das so viel Züge aufweist des Bildes hoher Biederkeit, das sich für uns mit dem deutschen Namen verbindet.

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Unserem Studententum, unserer Burschenschaft fehlt es ja keineswegs an demokratischer Überlieferung. Es gab Zeiten, wo das Nationale und das Monarchisch-Dynastische, weit entfernt, in der Idee zusammenzufallen, vielmehr in unversöhnlicher Opposition zueinander standen; wo Patriotismus und Republik nicht nur keinen Gegensatz bildeten, sondern als ein und dieselbe Sache erschienen, und wo alle Leidenschaft edlerer Jugend zu ihr, der Sache des Vaterlandes und der Freiheit stand. Heute scheint die Jugend, scheinen wenigstens lebenswichtige Teile unserer Jugend gegen die Republik zu ewigem Haß verschworen, ohne Erinnerung daran, was einst sein konnte, – denn schon eine solche Erinnerung müßte auf die Unbedingtheit dieses Hasses leise einschränkend wirken.

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Die Republik ist ein Schicksal und zwar eines, zu dem »amor fati« das einzig richtige Verhalten ist. Das ist kein zu feierliches Wort für die Sache, denn es handelt sich um keine Kleinigkeit von Schicksal: die sogenannte Freiheit ist kein Spaß und Vergnügen, nicht das ist es, was ich behaupte. Ihr anderer Name lautet Verantwortlichkeit, – und damit wird deutlicher, daß sie vielmehr eine schwere Belastung ist: und zwar namentlich für das geistige Talent. [] der Staat ist unser aller Angelegenheit geworden, wir sind der Staat, und dieser Zustand ist wichtigen Teilen der Jugend und des Bürgertums in tiefster Seele verhaßt, sie wollen nichts von ihm wissen, sie leugnen ihn nach Möglichkeit und zwar hauptsächlich, weil er sich nicht auf dem Wege des Sieges, des freien Willens, der nationalen Erhebung, sondern auf dem der Niederlage und des Kollapsus hergestellt hat und mit Ohnmacht, Fremdherrschaft, Schande unlöslich verbunden scheint. „Wir sind nicht die Republik“, sagen mir diese abgewandten Patrioten. „Die Republik ist Fremdherrschaft, – sofern (warum sollten nicht auch wir den Novalis zitieren?) Schwäche nichts anderes ist, als überhandnehmende, verwaltende, charakterisierende fremde Kraft.“ – Wahr, wahr. Aber erstens ist ja auch wahr, was der Dichter sagt, daß „ein Mensch alles dadurch adeln, seiner würdig machen kann, daß er es will“ – (sehr wahr ist das, sehr schön und außerdem beinahe schlau, ein Ausdruck von Lebensdexterität); und zweitens ist nicht wahr, es ist, um das streitbar zu wiederholen, keineswegs und durchaus nicht wahr, daß die Republik als innere Tatsache (ich rede jetzt nicht von staatsrechtlichen Fixierungen) ein Geschöpf der Niederlage und der Schande ist. Sie ist eines der Erhebung und der Ehre.

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Jugend und Bürgertum, euer Widerstand gegen die Republik, die Demokratie ist Wortscheu, – ja, ihr bockt und scheut vor diesen Worten wie unruhige Pferde, abergläubische Nervosität raubt euch die Vernunft, sobald sie nur ausgesprochen werden. Aber es sind Worte, Relativitäten, zeitbestimmte Formen, notwendige Werkzeuge, und zu glauben, es müsse landfremder Humbug sein, was sie bedeuten, ist nichts als Kinderei. Die Republik – als ob das nicht immer noch Deutschland wäre! Die Demokratie – als ob das nicht heimlichere Heimat sein könnte, als irgendein strahlendes, rasselndes, fuchtelndes Empire! Hörtet ihr kürzlich die „Meistersinger“? Nun, Nietzsche äußert zwar sprühender Weise, sie seien „gegen die Zivilisation“ gerichtet, sie setzten „das Deutsche gegen das Französische“. Unterdessen aber sind sie Demokratie, durch und durch, demokratisch in dem Grade und auf so beispielhafte Art, wie etwa Shakespeares „Coriolan“ aristokratisch ist – sie sind, sage ich, deutsche Demokratie, und beweisen mit biederstem Pomp, auf romantisch innigste Art, daß diese Wortverbindung, weit entfernt naturwidrig zu sein oder die Logik des hölzernen Eisens zu verraten, vielmehr so organisch richtig gefügt ist, wie außer ihr vielleicht nur noch die andere: „Deutsches Volk“.

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Was ihr mir jetzt versetzen werdet, weiß ich genau. Ihr werdet sagen: „Nein doch! Das eben nicht! Der deutsche Geist – was hat er zu schaffen mit Demokratie, Republik, Sozialismus, Marxismus gar? Dieser Wirtschaftsmaterialismus mit seinem schnöden Gerede vom ‚ideologischen Überbau‘, Gerümpel aus dem neunzehnten Jahrhundert, wurde nachgerade zum Kinderspott. Sein Unglück, wenn er zur Verwirklichung in der Stunde gedeiht, die seiner geistigen Erledigung folgt! Und steht es mit den anderen Herrlichkeiten, für die du deutsche Jugend befremdlicherweise zur Begeisterung entzünden möchtest, nicht ebenso? Siehst du die Sterne über uns? Kennst und ehrst du unsere Götter? Weißt von den Kündern deutscher Zukunft? Goethe und Nietzsche waren wohl Liberale? Hölderlin und George sind am Ende gar demokratische Geister, deiner schnurrigen Meinung nach?“ – Nein, das nicht. Freilich, freilich, da seid ihr im Rechte. Liebe Freunde, wie betreten ich bin. Ich habe nicht an Goethe und Nietzsche, Hölderlin und George gedacht. Oder habe ich etwa im stillen dennoch ihrer gedacht, und frage ich mich nur, ob es absurder ist, der Republik das Wort zu reden in ihrem Namen, als die Restauration zu predigen um ihretwillen?

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Jetzt werdet ihr böse! Ja, wenn nicht die Gegenwart hochgestellter Personen eure Lebhaftigkeit einschränkte, würdet ihr mir zurufen: „Wie? Und dein Buch? Deine antipolitisch-antidemokratischen Betrachtungen von Anno achtzehn?! Renegat und Überläufer! Der du dir selber aufs Maul schlägst, Umfallsüchtiger, steige ab vom Podium und wage nicht, gewinnende Kraft in Anspruch zu nehmen für das Wort des charakterlosesten Selbstverleugners!“

Liebe Freunde, ich bleibe noch. Ich habe noch einiges mitzuteilen, was mir gut und wichtig scheint; und den Verrat, den Umfall angehend, so überlegt das, es hat so ganz damit nicht seine Richtigkeit. Ich widerrufe nichts. Ich nehme nichts Wesentliches zurück. Ich gab meine Wahrheit und gebe sie heute.

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Ich werde euch vielmehr antworten, daß ich in der Tat ein Konservativer bin, daß meine natürliche Aufgabe in dieser Welt allerdings nicht revolutionärer, sondern erhaltender Art ist, – in dem Sinne, den Novalis in einem Aphorismus mit zartester Kraft bezeichnet. „So nötig es vielleicht ist“, schreibt er, „daß in gewissen Perioden alles in Fluß gebracht werde, um neue notwendige Mischungen hervorzubringen und eine neue, reinere Kristallisation zu veranlassen, so unentbehrlich ist es jedoch ebenfalls, die Krisis zu mildern und die totale Zerfließung zu behindern, damit ein Stock übrig bleibe, ein Kern, an dem die neue Masse anschließe und in neuen schönen Formen sich um ihn her bilde. Das Feste ziehe sich also immer fester zusammen, damit der überflüssige Wärmestoff vermindert werde, und man spare kein Mittel, um das Zerweichen der Knochen, das Zerlaufen der typischen Faser zu verhindern.“ – Nun denn, eine solche Selbstzusammenziehung des Festen, eine solche Vorkehrung gegen das Zerlaufen der typischen Faser war dieses Buch, und auf solche Art suchte es zu erhalten. Es war konservativ – nicht im Dienste des Vergangenen und der Reaktion, sondern in dem der Zukunft; seine Sorge galt der Bewahrung jenes Stockes und Kernes, an den das Neue anschließen und um den es in schönen Formen sich bilden könne. Denn sowenig der Fieberzustand der Revolution, lebensnotwendig wie er immer sei, als Zweck seiner selbst und als verewigenswert zu betrachten ist, sowenig wäre diese Auffassung gerechtfertigt in Hinsicht auf jenen scheinbar zukunftsfeindlichen Kontraktionszustand, und alles ist daran gelegen, daß er zur rechten Zeit sich löse und das Feste mit dem Beweglichen um des Lebens, der neuen Form willen gerechten Frieden schließe.

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Wir wollen unsere Meinung über Spenglers Werk hier einschalten; es ist der Ort dazu. Sein ‚Untergang‘ ist das Erzeugnis enormer Potenz und Willenskraft, wissenschaftsvoll und gesichtereich, ein intellektualer Roman von hoher Unterhaltungskraft und nicht allein durch seine musikalische Kompositionsart an Schopenhauers ‚Welt als Wille und Vorstellung‘ erinnernd. Damit ist das Buch sehr hoch gestellt. Gleichwohl haben wir unsere demokratische Meinung darüber, finden seine Haltung falsch, anmaßend und ‚bequem‘ bis zur äußersten Inhumanität. Es läge anders, wenn diese Haltung Ironie bärge, wie wir anfänglich glaubten; wenn seine Prophezeiung polemisches Mittel der Abwehr bedeutete. Wirklich kann man eine Sache wie die „Zivilisation“, nach Spengler der biologisch-unvermeidliche Endzustand jeder Kultur und nun auch der ‚abendländischen‘, ja prophezeien – nicht damit sie kommt, sondern damit sie nicht kommt, vorbeugenderweise also, im Sinne geistiger Beschwörung; und so, dachte ich, verhalte es sich hier. Als ich aber erfuhr, daß dieser Mann seine Verkalkungs-Prophetie stockernst und positiv genommen haben wolle und die Jugend in ihrem Sinn unterweise, das heißt sie anhalte, an Dinge der Kultur, der Kunst, der Dichtung und Bildung nur ja nicht ihr Herz und ihre Leidenschaft zu verschwenden, sondern sich an das zu halten, was einzig Zukunft sei und was man wollen müsse, um überhaupt noch irgend etwas wollen zu können, nämlich an den Mechanismus, die Technik, die Wirtschaft oder allenfalls noch die Politik; als ich gewahr wurde, daß er tatsächlich dem Willen und der Sehnsucht des Menschen die kalte „naturgesetzliche“ Teufelsfaust entgegenballt, – da wandte ich mich ab von so viel Feindlichkeit und habe sein Buch mir aus den Augen getan, um das Schädliche, Tödliche nicht bewundern zu müssen.

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Die Calamus-Gesänge und die ‚Hymnen an die Nacht‘: das ist ja ein Unterschied wie zwischen Leben und Tod oder, wenn Goethes Bestimmung dieser Begriffe die richtige ist, der Unterschied des Klassischen und des Romantischen. „Sympathie mit dem Tode“: gewiß faßt die Formel das wundersam schillernde Wesen der Romantik nicht ganz, aber ihr Tiefstes und Höchstes bestimmt sie

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Keine Metamorphose des Geistes ist uns besser vertraut als die, an deren Anfang die Sympathie mit dem Tode, an deren Ende der Entschluß zum Lebensdienste steht. Die Geschichte der europäischen Décadence und des Ästhetizismus ist reich an Beispielen dieses Durchbruchs zum Positiven, zum Volk, zum Staat, – besonders in den lateinischen Ländern.

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Wir wollen das Sache der Franzosen sein lassen. Das Volk, das Witz genug hatte, den Nationalismus zu erfinden, wird auch genug haben, mit seiner Erfindung fertig zu werden. Was uns betrifft, wir werden guttun, uns um uns zu sorgen und um das, was unsere Sache – ja, sagen wir es mit dünkelloser Freude –, unsere nationale Sache ist. Ich nenne noch einmal ihren ein wenig altmodischen und heute doch wieder in Jugendglanz lockenden Namen: Humanität. Zwischen ästhetizistischer Vereinzelung und würdelosem Untergange des Individuums im Allgemeinen; zwischen Mystik und Ethik, Innerlichkeit und Staatlichkeit; zwischen todverbundener Verneinung des Ethischen, Bürgerlichen, des Wertes und einer nichts als wasserklar-ethischen Vernunftsphilisterei ist sie in Wahrheit die deutsche Mitte, das Schön-Menschliche, wovon unsere Besten träumten. Und wir huldigen ihrer positiven Rechtsform, als deren Sinn und Ziel wir die Einheit des politischen und des nationalen Lebens begriffen haben, indem wir unsere noch ungelenken Zungen zu dem Rufe schmeidigen: „Es lebe die Republik!“

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Quelle: Thomas Mann, „Von deutscher Republik“ in: Essays, Band 2: Für das neue Deutschland 1919–1925, Hrsg. von Hermann Kurzke und Stephan Stachorski. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 1993, S. 132–33.