Quelle

Quelle: Central-Verein-Zeitung,
15. Mai 1924, S. 285. UB
Frankfurt
https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2280382
Diese Karte diente als Illustration eines Artikels, der am 15.5.1924 in der Zeitung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens erschien. Er kommentierte die Reichstagswahlen vom 4. Mai 1924, bei denen die Parteien der extremen Rechten erheblich Stimmzuwächse verzeichnen konnten. Insbesondere die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) und die Deutschvölkische Freiheitspartei (DVFP), die bei der Wahl 1924 eine gemeinsame Liste mit der nach dem Hitler-Ludendorff Putsch verbotenen NSDAP bildete, waren offen antisemitisch. Die Karte zeigt, dass der Anteil der Wählerstimmen für diese Parteien in Pommern, Ostpreußen, Mecklenburg und Franken besonders hoch war. Im stark katholisch geprägten Rheinland, das zu diesem Zeitpunkt französisch besetzt war, lag er dagegen am niedrigsten. Die detaillierte Analyse der Wahlstatistiken, die der Karte und dem Artikel zugrundelag, macht deutlich, wie genau der CV den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland beobachtete. Der Verein hoffte, antisemitische Propaganda durch Aufklärung über den jüdischen Glauben bekämpfen zu können.

Quelle: Central-Verein-Zeitung,
15. Mai 1924, S. 285. UB
Frankfurt
https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2280382