Quelle

Quelle: © Bayerische Staatsbibliothek München / Heinrich Hoffmann
Der Veranstaltungssaal der Brauerei Geismann in der fränkischen Stadt Fürth existierte seit 1896. Da er der größte Veranstaltungsraum der Stadt war, wurde er häufig für Konzerte, Feste und politische Versammlungen genutzt. Dieses 1926 entstandene Foto von Heinrich Hoffmann, der die Aktivitäten der NSDAP dokumentierte und Hitlers persönlicher Fotograf wurde, zeigt Hitler in Zivil gekleidet beim Verlassen einer Veranstaltung im Geismann-Saal. Hitler, der im Dezember 1924 vorzeitig aus der Haft entlassen worden war und im Februar 1925 die zuvor verbotene NSDAP neugegründet hatte, war zu diesem Zeitpunkt noch mit einem öffentlichen Redeverbot in Bayern belegt, sodass er während der Veranstaltung nicht als Redner auftreten konnte. Die Menge seiner Anhänger, die ihn vor dem Lokal begrüßen, weist jedoch darauf hin, dass er insbesondere in Bayern nach wie vor populär war. In Franken profitierte die NSDAP besonders von der Agitation des antisemitischen, rechtsextremen Verlegers Julius Streicher, der seit 1922 Parteimitglied war und ab 1923 die Propagandazeitung Der Stürmer herausgab.

Quelle: © Bayerische Staatsbibliothek München / Heinrich Hoffmann