Kurzbeschreibung
Der Fotograf Heinrich Hoffman (1885-1957) war hauptsächlich als
Pressefotograf in München tätig, bevor er Adolf Hitler kennenlernte und
begann, die NSDAP zu dokumentieren. Er trat 1920 in die Partei ein und
fertigte 1923 die ersten Portraits Hitlers an. Hoffmann, der selbst
keinerlei politische Ambitionen hegte und Hitler verehrte, wurde Teil
der persönlichen Entourage Hitlers und diente als dessen persönlicher
Fotograf. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gründete er
den Bildpresseverlag „Heinrich Hoffmann. Verlag Nationalsozialistischer
Bilder“, der dank seines exklusiven Zugangs zu Hitler und anderen
Parteigrößen zu einem der größten und lukrativsten Bildpresseverlage in
Deutschland wurde. Insbesondere die von Hoffmann herausgegebenen
Bildbände über Hitler wurden zu einem wichtigen Bestandteil der
NS-Fotopropaganda. Diese vier Fotos entstanden um 1927 in Hoffmanns
Atelier und zeigen Hitler bei der Einübung von Rednerposen. Hitlers
Redeverbot in Bayern wurde im März 1927 aufgehoben, sodass er sich nun
wieder öffentlich als Redner betätigen konnte. Die Aufnahmen zeigen, wie
bewusst Hitler seine rednerischen Auftritte nicht durch seine Wortwahl
und Stimmlage, sondern auch durch seine Gestik inszenierte.