Quelle

Quelle: Wenden-Hochzeit im Spreewald, April 1931. Foto: Georg Pahl. Bundesarchiv Bild 102-11632. wikimedia commons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_102-11632,_Spreewald,_Wenden-Hochzeit.jpg
„Wenden“ war ein Begriff, der zur Beschreibung der slawischen Minderheiten verwendet wurde, die in deutschsprachigen Gebieten lebten (in einigen Gebieten werden sie auch als Sorben bezeichnet). Wenden lebten hauptsächlich entlang und östlich der Elbe sowie in der Oberpfalz, in Oberfranken und in den Ostalpen. Dieses Foto vom April 1931 dokumentiert eine wendische Hochzeit im Spreewald, einer sumpfigen, waldreichen und dünn besiedelten Region in Brandenburg südlich von Berlin. Sowohl die Braut und der Bräutigam als auch die Mitglieder des Hochzeitszuges tragen traditionelle wendische Trachten, die auch heute noch bei besonderen Anlässen üblich sind. Die aufwendigen Trachten der Frauen, die aus bestickten Hauben und Kleidern bestehen, weisen sie als Mitglieder einer bestimmten Gemeinschaft aus. Während die Weimarer Zeit von politischen Umwälzungen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt war, die sich vor allem in den urbanen Zentren vollzogen, wurden in vielen ländlichen Gebieten Traditionen wie das Tragen lokaler Trachten, das Feiern von Volksfesten und die etablierten sozialen Hierarchien weiterhin gepflegt. Gleichzeitig begann die Bewahrung der Kultur im Spreewald und in anderen ländlichen Gebieten, den wirtschaftlichen Interessen der entstehenden deutschen Tourismusindustrie zu dienen.

Quelle: Wenden-Hochzeit im Spreewald, April 1931. Foto: Georg Pahl. Bundesarchiv Bild 102-11632. wikimedia commons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_102-11632,_Spreewald,_Wenden-Hochzeit.jpg
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