Kurzbeschreibung

Zum zweiten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik (nach 1966-1969) bildeten die großen Volksparteien CDU-/CSU und SPD 2005 eine Große Koalition unter der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel (5.v.l.) als Bundeskanzlerin. Daneben stellte die Union den Chef des Kanzleramts und die Bundesminister für Inneres, Verteidigung, Wirtschaft, Bildung und Forschung, Familie sowie Ernährung/Landwirtschaft/Verbraucherschutz. Der abgewählte Kanzler Schröder schied aus, doch der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering (4.v.l.), der die Koalitionsgespräche geführt hatte, wurde Vizekanzler sowie Minister für Arbeit und Soziales. Frank-Walter Steinmeier (3.v.l.), der bisherige Chef des Kanzleramts, wurde Außenminister. Daneben stellte die SPD die Minister für Finanzen, Justiz, Gesundheit, Umwelt, Verkehr sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Merkels eher zurückhaltender, moderierender Führungsstil als Kanzlerin kam der Notwendigkeit von Kompromissen in der Großen Koalition entgegen, wurde aber von Kritikern auch als Führungsschwäche interpretiert. Das Foto zeigt das neue Kabinett bei einer Sitzung im Bundeskanzleramt.

Das neue Kabinett unter Leitung von Bundeskanzlerin Merkel (24. November 2005)

  • Johannes Eisele

Quelle

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