Kurzbeschreibung

Friedrich von Bodelschwingh (1877-1946) war ein protestantischer Theologe und der Sohn des Gründers der „v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel”, einer diakonischen Einrichtung für geistig behinderte Menschen in Bielefeld. Neben medizinischer Betreuung bietet die bis heute existierende Einrichtung auch Schulbildung und berufliche Ausbildung für Menschen mit Behinderungen an. Nach dem Tod seines Vaters 1910 übernahm er die Leitung der Anstalt und erweiterte sie um ein Waisenhaus. Er brachte zwar seine Sorge angesichts der wachsenden Zahl geistig und körperlich Behinderter in Deutschland zum Ausdruck, doch lehnte er das Argument des „lebensunwerten Lebens” der Eugeniker, die für Zwangssterilisation und Euthanasie eintraten, ab. In den frühen 1940er Jahren unternahm Bodelschwingh einige Anstrengungen, um die Bewohner seiner Einrichtung vor der Sterilisations- und Euthanasiepolitik der Nazis zu bewahren, wenngleich er sich nie in direkten Widerstand zum Regime begab.

Friedrich von Bodelschwingh (ca. 1930)

  • Willy Römer

Quelle

Quelle: Friedrich von Bodelschwingh (Der Jüngere), 1930s, Fotograf: Willy Römer.
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