Kurzbeschreibung

Bereits die Anfangsjahre der Weimarer Republik wurden von politischen Morden an demokratischen Politikern erschüttert, die größtenteils durch rechtsradikale Gegner der Republik verübt wurden. In den letzten Jahren der Weimarer Republik, zwischen dem Börsenkrach 1929 und der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933, nahm die politische Gewalt unter den in paramilitärischen Verbänden organisierten Parteianhängern der Rechten und Linken drastisch zu. Gewalt brach auf verschiedenen großen öffentlichen Kundgebungen und Straßenprotesten aus, z. B. während des „Blutsonntags“ in Hamburg-Altona im Juli 1932. Die meisten politischen Gewalttaten in dieser Phase ereigneten sich jedoch nicht auf öffentlichen Kundgebungen oder Protesten auf der Straße, sondern bei kleineren Versammlungen, in der Regel in geschlossenen Räumen, häufig in Bierhallen oder anderen Versammlungsorten in kleineren Städten oder ländlichen Gebieten. Häufig störten Kommunisten und Sozialdemokraten Versammlungen der NSDAP, was zu Zusammenstößen führte, bei denen Mitglieder der SA auf der einen Seite und des kommunistischen „Roten Frontkämpferbundes“ und des sozialdemokratischen „Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold“ auf der anderen Seite sich mit Stühlen, Tischen, Trinkgläsern und anderen Waffen, die sie zur Hand hatten, gegenseitig angriffen.

Dieser Zeitungsausschnitt aus der Riedlinger Zeitung vom 27. Januar 1931 enthält mehrere Berichte über gewalttätige Zusammenstöße an einem einzigen Sonntag bei Versammlungen in Städten in ganz Deutschland, von Berlin bis zur Kleinstadt Grebenstein.

Berichte über politische Gewalt, 1931

Quelle

Quelle: Riedlinger Zeitung, January 27, 1931, via Deutsches Zeitungsportal.