Kurzbeschreibung

Diese Karte zeigt die Marschroute am Tag des gescheiterten Putschversuchs am 9. November 1923, die eine Gruppe von etwa 2000 Nazis und paramilitärischen Kampfbund-Mitgliedern, angeführt von Adolf Hitler und General Erich Ludendorff, zurücklegten. Der Marsch begann um 12:00 Uhr mittags am Bürgerbräukeller und endete mit einer Schießerei gegen 12:45 Uhr in der Nähe der Feldherrnhalle. Dort wurden vier bayerische Polizisten, ein Passant und dreizehn Putschisten getötet. Zwei weitere NSDAP-Putschisten wurden im Reichswehrhauptquartier erschossen. Der getötete Passant wurde später  als Teil der von den Nationalsozialisten inszenierten Rituale rund um die sechzehn „Märtyrer“ oder „Blutzeugen“ des Putsches fälschlicherweise zu den fünfzehn getöteten Putschisten gezählt.

Während des gescheiterten Putschversuchs verwüsteten NSDAP-Sturmtruppen auch die Büros der Münchener Post. Die Zeitung stand der Sozialdemokratischen Partei nahe und berichtete ausgiebig und kritisch über die aufkommende nationalsozialistische Bewegung.

Der Hitlerputsch (1923)

Quelle

Quelle: „Die Weimarer Republik: Drama und Magie der ersten deutschen Demokratie”, GeoEpoche. Das Magazin für Geschichte, Nr. 27 (2007), S. 72. Kartografische Gestaltung von Gabriel Moss in Zusammenarbeit mit Erik Jensen, 2022.