Quelle

Quelle: Propadandaplakt, 1941. Grafiker: R. Saniyorski. Muzeum Okregowe w Rzeszowie.
Bei der Invasion und Eroberung der osteuropäischen Gebiete setzten die Deutschen eine Vielzahl von Propagandamaßnahmen ein, um die lokale Bevölkerung aufzuhetzen, insbesondere mit dem Ziel, die Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen vor Ort zu verschärfen. So versuchten die Nazis beispielsweise während der Invasion und Besetzung Polens, bereits vorhandene antisemitische Vorurteile zu schüren und die polnische Bevölkerung für ihre antisemitische Politik zu gewinnen. Dieses Plakat aus der Kriegszeit stellt Juden als verwahrlost und als Quelle von Krankheiten dar, welche die Bevölkerung bedrohten. Läuse, von denen bekannt war, dass sie den Typhusbazillus übertragen, krabbeln auf dem Bild über den Körper eines jüdischen Mannes und veranschaulichen so die Gefahr, welche die Juden angeblich für die öffentliche Gesundheit darstellten. Dieses Motiv war bereits lange Teil des Nazi-Vokabulars: In der NS-Rhetorik wurden Juden als parasitär diffamiert sowie mit Ungeziefer und Schmutz in Verbindung gebracht. Natürlich waren es die brutalen Maßnahmen der nationalsozialistischen Besatzer, die zu den verarmten, überfüllten und unhygienischen Zuständen in den Ghettos führten, welche wiederum den Ausbruch von Typhus zur Folge hatten.

Quelle: Propadandaplakt, 1941. Grafiker: R. Saniyorski. Muzeum Okregowe w Rzeszowie.
Muzeum Okregowe w Rzeszowie