Kurzbeschreibung

Auf ihrer ersten Parteikonferenz im Januar 1949 beschloss die SED die Umwandlung in eine leninistisch-stalinistische „Partei neuen Typs“ nach Vorbild der KPdSU. Bei einem Treffen in Moskau Anfang Mai 1950 ließen sich Otto Grotewohl, Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht und Fred Oelßner das Programm des für Juli 1950 geplanten III. Parteitages von Stalin persönlich absegnen. Änderungswünsche von sowjetischer Seite wurden z.T. wörtlich in die Redetexte für den Parteitag übernommen. Auf dem III. Parteitag beschloss die SED die Weiterführung der Umwandlung in eine Partei neuen Typs, ein neues Statut, die Einführung eines Zentralkomitees anstelle des Parteivorstandes sowie den Fünfjahresplan. Aufgrund des Prinzips des „demokratischen Sozialismus“ waren mögliche Änderungswünsche an den „Vorschlägen“ der Parteiführung faktisch nicht durchzusetzen; die Parteitage hatten daher hauptsächlich eine propagandistische Funktion.

III. Parteitag der SED in der Werner-Seelenbinder-Halle in Berlin (Ost) (20.-24. Juli 1950)

  • Herbert Hensky

Quelle

Quelle: 3. Parteitag der SED vom 20.–24.Juli 1950 in der Werner-Seelenbinder-Halle in Ost-Berlin, Blick in den Tagungssaal. Foto: Herbert Hensky.
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