Kurzbeschreibung

Auf dieser Tonaufnahme ist der Nobelpreisträger Albert Einstein bei seiner Eröffnungsrede zur 7. Großen Deutschen Funkausstellung im August 1930 in Berlin zu hören. Passend zum Anlass übertrugen verschiedene Radiosender Einsteins Worte landesweit. In seiner Rede lobte Einstein nicht nur die Leistungen der prominenten Forscher, deren wissenschaftliche Entdeckungen den Rundfunk ermöglicht hatten, sondern auch die weitaus zahlreicheren und unbekannten Techniker, die zu seiner Herstellung und Verbreitung beigetragen hatten. Er hob zudem die Rolle hervor, die Wissenschaft und Technologie bei der Förderung der politischen Teilhabe und dem Näherbringen der Menschen spielten, und hob die „einzigartige Funktion“ des Rundfunks bei der Förderung der internationalen Versöhnung hervor. Einsteins optimistische Einschätzung des friedlichen und demokratisierenden Potenzials des Radios deckte sich mit der von Hans Bredow, der ihn kurz zuvor dem Publikum vorgestellt hatte, und spiegelte wahrscheinlich die Meinung vieler Anwesender wider. Nur drei Jahre später sollte Propagandaminister Joseph Goebbels jedoch eine andere ganz Seite des Rundfunks offenbaren, nämlich als hetzerisches Massenmedium, das unabhängiges Denken unterdrückte, ausgrenzende Impulse schürte und die Welt als Arena des Wettbewerbs statt der Zusammenarbeit darstellte.

Albert Einstein spricht zur Eröffnung der 7. Deutschen Funkausstellung (22. August 1930)

Quelle

Quelle: Rede Albert Einsteins zur Eröfnung der Großen Deutschen Rundfunkausstellung, 22. August 1930. RG-60.4632. Zugang über das United States Holocaust Memorial Museum mit freundlicher Genehmigung des Bundesarchivs Filmarchiv

USHMM