Kurzbeschreibung

Dieses weit verbreitete Plakat sollte die Unterstützung der Ruhrgebietsbevölkerung für die Politik des „passiven Widerstands“ bekräftigen, bei der die Arbeiter in den meisten Industriezweigen, insbesondere in den Fabriken und Bergwerken, die Arbeit verweigerten, solange die Region unter direkter französischer und belgischer Besatzung stand. Der Slogan des Plakats spiegelt die Haltung des Vorsitzenden des Reichstagsausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, Gustav Stresemann, wider, der am 13. Januar 1923 erklärte: „Gegen die Vergewaltigung des deutschen Volkes, des deutschen Bodens und der deutschen Wirtschaft, gegen diesen Bruch geschriebener Verträge und ungeschriebener, aber ebenso verbindlicher Moral rufen wir das deutsche Volk und die Gewissen der Völker zum Widerstand auf.“ Er schloss mit den Worten: „Frankreichs Ziel ist die Vernichtung Deutschlands. Es hofft, durch dauernde Besetzung ... das deutsche Volk zur Anerkennung seiner Maßnahmen zu zwingen. Das wird ihm nicht gelingen.”

Plakat gegen die Besetzung des Ruhrgebiets: „Nein! Mich zwingt Ihr nicht!” (1923)

Quelle

Quelle: Plakat, 1923. Grafiker/in unbekannt. Haus der Geschichte, Bonn