Kurzbeschreibung

Neben dem Wartburgfest (1817) und dem Hambacher Fest (1832) gehört die Erstürmung der Frankfurter Hauptwache im Jahr 1833 zu den dramatischsten studentischen Protesten des Vormärz. Am 3. April 1833 stürmte eine kleine Gruppe von drei bis vier Dutzend bewaffneten Studenten (die meisten von ihnen gehörten Burschenschaften in Heidelberg und Würzburg an) die Frankfurter Hauptwache. Mit dem Angriff auf Frankfurt, das als Sitz des Deutschen Bundestages das Zentrum des ihnen verhassten Deutschen Bundes darstellte, wollten die Studenten einen symbolischen Schlag ausführen. Gleichzeitig verfolgten sie aber auch praktische Ziele: Sie wollten politische Gefangene befreien, Mitglieder des Deutschen Bundestages festsetzen, Waffen zur Bewaffnung der Bevölkerung erbeuten und eine neue deutsche Republik ausrufen. Der Versuch scheiterte spektakulär: Die Behörden waren über die Pläne der Studenten informiert, und wider Erwarten erhielten die radikalen Studenten weder von Frankfurter Burschenschaften noch von der Bevölkerung Unterstützung. Soldaten eroberten bald darauf die Hauptwache zurück und der Aufstand brach zusammen, woraufhin die Restriktionen weiter verschärft wurden. Die meisten Anführer des Aufstandes flohen in andere Länder, viele wanderten in die Vereinigten Staaten aus. Dieser zeitgenössische kolorierte Holzstich des Ereignisses, der unter dem französischen Titel „Insurrection de Franckfurt“ veröffentlicht wurde, zeugt davon, dass der Aufstand auch für zeitgenössische Beobachter in anderen Ländern von großem Interesse war. Zeitgenössischer kolorierter Holzstich des französischen Grafikers François Georgin (1801–1863). Aus der Fabrik von Pellerin, Drucker und Buchhändler, in Épinal, Frankreich.

Der Sturm auf die Frankfurter Hauptwache am 3. April 1833 (1833)

  • Unbekannt

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