Kurzbeschreibung

Diese Szenen aus dem Dokumentarfilm Bruder Konrads Glorie von 1930, der von einer eng mit der katholischen Kirche verbundenen Filmgesellschaft (Leo Film) produziert wurde, zeigen die Zeremonien und Feierlichkeiten, die im Sommer 1930 anlässlich der Seligsprechung von Konrad von Parzham stattfanden. Bruder Konrad wurde 1818 als Johann Birndorfer im bayerischen Dorf Parzham als Sohn einer Bauernfamilie geboren und trat 1849 in den Kapuzinerorden St. Anna in Altötting ein, wo er bis zu seinem Tod 1894 als Pförtner tätig war. Im Laufe seines 45-jährigen Dienstes betreute er unzählige Pilger und verteilte Essen an die Armen. Von seinen Zeitgenossen und Nachfolgern wegen seiner Weisheit und Frömmigkeit verehrt, wurde er am 15. Juni 1930 als Konrad von Parzham seliggesprochen, was die Stadt Altötting vom 23. August bis 6. September 1930 zwei Wochen lang feierte. Anwesend waren dabei nicht nur katholische Würdenträger wie Kardinal Michael Faulhaber aus München und der päpstliche Nuntius Eugenius Pacelli (der spätere Papst Pius XII.), sondern auch Hunderte von Pilgern, die eigens zu diesem Anlass angereist waren. Die Filmaufnahmen zeigen Szenen des Gebets und der Andacht, aber auch der Feierlichkeiten und unterstreichen den tiefen Glauben, den viele Deutsche in der Weimarer Republik weiterhin bekundeten, auch wenn sich andere von der organisierten Religion abgewandt hatten. Die Kirche sprach Konrad 1934 heilig, und zahlreiche Kirchen, Schulen, Chöre, Apotheken und Straßen wurden nach ihm benannt, darunter auch das Kloster in Altötting.

Pilger im bayrischen Altötting (1930)

Quelle

Quelle: Bruder Konrads Glorie, Regie: Luitpold Nusser, Leo-Film AG, 1930. Bundesarchiv Filmarchiv Filmwerk ID: 304 BArch 38528_1_Bruder_Konrads - Digitaler Lesesaal

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