Kurzbeschreibung

Am 25. Februar 1932 wurde Hitler zum Regierungsrat in der Braunschweiger Landesregierung ernannt. Es handelte sich um einen untergeordneten Posten, doch die Ernennung brachte die Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft mit sich, die ihn wiederum berechtigte, für die Wahl zum Reichspräsidenten zu kandidieren. Diese Karikatur zeigt Hitler, wie er den Einbürgerungseid ablegt und schwört, die Weimarer Verfassung aufrecht zu erhalten. Die Verfassung hält deren Hauptautor Hugo Preuß in den Händen, der hier mit den stereotypischen jüdischen Zügen dargestellt ist. Friedrich Ebert, der Sozialdemokrat, der von 1919 bis zu seinem Tod 1925 als erster Reichspräsident gedient hatte, beobachtet die Szene. Die Karikatur, die den Antisemitismus des Zeichners Anton Paul Weber offenkundig macht, erschien in der illustrierten nationalbolschewistischen Zeitschrift Der Widerstand.
 

Karikatur: „Regierungsrat Hitler schwört auf die Weimarer Verfassung des Dr. Hugo Preuß” (März 1932)

  • Andreas Paul Weber

Quelle

Quelle: „Regierungsrat Hitler schwört auf die Weimarer Verfassung des Dr. Hugo Preuß“. Zeichnung von Andreas Paul Weber, aus: „Widerstand“, März 1932.
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