Kurzbeschreibung

Im 19. Jahrhundert erlangten deutsche Universitäten weltweiten Ruf als erstklassige Bildungszentren. Die 1527 gegründete Philipps-Universität Marburg wurde vor allem dadurch bekannt, dass sie zahlreiche Vertreter der Romantik anzog, so studierten Achim von Arnim (1781–1831), Clemens Brentano (1778–1842) und die Brüder Grimm allesamt dort. Die Brüder Grimm, die hier zunächst Studenten des bekannten Rechtshistorikers Friedrich Karl von Savigny (1779–1861) waren, wandten sich später der Sprachwissenschaft zu und begründeten die Germanistik. Die hier gezeigte Daguerrotypie zeigt ein Gruppenbild von 14 Marburger Professoren aus dem Jahr 1856, darunter Eduard Zeller (sitzend, in der Mitte), Hermann Kolbe (stehend, 2. v.l.), Heinrich von Sybel (stehend, 3. v.l.) und Bruno Hildebrand (stehend, 3. v.r.). Nach der Annexion Hessens durch Preußen 1866 wurde die Universität zur „Königlich Preußischen Universität“ ernannt, womit ihr Ansehen zusätzlich stieg und die Studenten- und Professorenzahl sich erheblich steigerte. Zu weiteren berühmten Gelehrten, die an der Marburger Universität lehrten oder studierten, zählen der Chemiker Robert Wilhelm Bunsen, der Chirurg Ferdinand Sauerbruch, der Philosoph Martin Heidegger sowie die politische Theoretikerin Hannah Arendt. Daguerreotypie: Fotograf/in unbekannt, 1856.

Marburger Professoren (1856)

  • Unbekannt

Quelle

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