Quelle
Von abthuhung der Olgotzen.
i Das wir bilder in Kirchen vñ gots hewßern habē / ist vnrecht / vnd wider das erste gebot. Du solst nicht frombde gotter haben.
ii Das geschnitzte vnd gemalthe Olgotzen vff den altarien stehnd ist noch schadelicher vnd Tewffellischer.
iii Drumb ists gut / notlich / loblich / vñ gottlich / das wir sie abthun / vñ ire recht vñ vrteyl der schrifft gebē.
Gots hewser / seind hewßer / daryn gott allein geheret / angeruffen / vñ angebet soll werdē;. Alß Christus spricht Mein hauß ist ein hauß des gebets / vñ macht ein grubē; der morder daraus / betrüglich bilder ermorde alle yre anbeter vñ breyßer alß geschriebē; steht. Sie seind got frembd vnd voller schand beschutt / vñ greulich geworden wie die ding / welche sie gelibt haben. Osee. ix. Wir konden ye nit leucken / das wir die genante heyligen in die kirchen auß lieb gestelt haben / hetten wir sie nit geliebet / ßo hetten wir sie nit dahyn gesetz / do gott allein soll wonen vñ herßen. Werē; wir yhn feind gewest / wir hettē sie mehr gefloge dan angenumē. Vnßer tath vbertzeuget vns dz wir bylder geliebt / haben wir nit yhn die ehere ertzeicht / die wir grossen hern ertzeygen vñ tzu messen? War vmb habē wir sie mit Sāmor? mit damast? mit silberin? mit guldin kleydern lassen malē vñ ferbē? warumb behenckē wir sie mit gulden kronen? mit edeln gesteynen? vñ tuhn yhn das tzu ehren vnd lieb / das wir vnßern kindern / weibern / eltern / obirsten fursten vnnd hern nit gern geben? wehr kan vns nur glawben / ßo wir sagen. Wir habē; die Olgotzen / geschnitzte vñ gemalte bilder nit lieb? ßo vns vnßere geberde vberwyndten? Got hasset vnd neydet byldnis / wie ich sagen werd / vñ acht sie fur ein grawell / vñ spricht / das alle menschen in seynen ougen sollē; sein / wie die ding / welche sie lieben. Byldnis seind greulich. volget / das wir auch greulich werden / ßo wir sie lieben.
Also wurgen sie yre anbeter oder eher gebet. Drumb mogen vnßere tempell billich morderß gruben genenth werden / das vnßer geyst in yenen ertodt vnd erschlagen wirt. Der Tewffel lone dē Bepsten / die vns alßo totten vñ wurgen. Ehs wer tausent mall besser sie stundē yn der hell oder fewrichtē offen / dan in gotis hewßern.
Nhu hore furth eygenschafft vnd vrsprungk des erbawten gottis hauß. Salomon sagt alßo. Dein hauß o gott / ist allein der halben gemacht / auff dastu ansehest das gebeth deynes knechts / vnd annhemst die bitth / ßo ehr vor dir außschutt / vnd thuest deyne ougen tag vnnd nach auff vber das hauß / darin deyn nham soll angerufft werden. ii. Parali.vi. 3. Regū. viii. der gleychen stuck ertzelt Salomon vil / die gott eyniglich sollen tzugeaygt werden. Das ich mich in sonderheit vast verwunder. Wie got vnser grosse boßheit hat gedult vñ erlidē biß her.
Sih gottis hauß ist der wegen gemacht / das ehr allein / in dem selben soll herschen / vñ seyne ougen alß ein helffer / vff unß notdurfftig auffthun sall. Item das got allein angebett soll werden. Item das gottis nham allein soll angerufftt werden. Ich wolt gern sehen was wir den warhafftigen Christen konten antwurten / oder den Jüden / die verstand der Biblienn haben / aber gott / dero vns seyne lahet durch den heiligen geyst geben hat / wan sie oder ehr fragten. Wie bistu ßo durstigk / dastu bilder vnd Olgotzen in mein hauß lassest stehn? Wie darffestu ßo kun vnd keck gesein / dastu dich in meynem hauß kegen bildnis neygest vnd buckest? welche mensche hende geschaffen haben? diese ehere steht mir tzu. Du tzundest yhn lichtlin an. Vnd du soldest mir das thun / ßo du ye licht wilt brennen oder bornen. Du brengest yhn wichßen opffer / in gestalt / deiner krancken bein / arm / ougen / kopff / füeß / hend / küh / kelber / ochßen / schyff / hauß / hoff / ecker / wißen / vñ der gleichē / gleich alß hetten dir solche bildnis gesunde bein / arm / ougē / kopff etc. gemacht / oder hettē dir ecker / wißē / heußer / ehere / gut / vñ hab bescheert.
Alßo bekent yr fromde gotter. Ich mach euch gesund vnd yhr. Ich hab sie ernerth / vnd in meinen henden getragen / vnd sie haben nit gewist / das ich sie gesund gemacht vnd yrer sorg ertragen hab. Osee. xi. Ich hab sie erlost / vnd sie haben lügen wider mich gereht. Ich hab sie gelereth vnd yre grm starck gemacht / vnd sie erdichten / boßheyten wider mich. Osee. vii. Ich hab sie ernereht vnd hochgemacht / aber sie verachtē mich.
Der Ochs erkand seinen besitzern / vnd der langsam Esell die krippen seines hern. Aber Israhel (das ist mein volck) kond mich nicht / vñ mein volck versteht nit was ich ym guts gethan hab. We dem sundige volck etc. Esai. i. Ich kan nit leucken / ich muß bekennen / das got in allem rechten / wider vnßere vermeinte Christen magk sagen / das ehr tzu den Jüdē gesagt. Dan sie lauffen tzu dē Olgotzen wie kreheln vnd raben nach einē Oße vñ tzu einē toden schelmē flihen. Sie suchen sie in sunderlichē stellē. alß in der Marck / ym Grymtalh / tzu Rom / vnd der gleychen. Brengē yhn schyff / silber / golt / wachß / vñ gut / alß yren gottern / die sie erloset haben / die sie verhutt haben / vñ seind vil blinder den der Ochß tzu Leipzig oder Esell tzu n. n. die doch erkennen was vnd von wē yhn guts geschicht. So ruffen sie Olgotzē an / in gotis hauß vnd suchen gesunheit / hilff / vnnd rath / von vnsynnigen narren. Vnd schmehen got alßo in seinen haus / das ein wichtige gnugsame vrsach wer / sie auß den kirchen tzu schleppen. Laß eß was sein / das maniger sein kappē abnimbt / die ehr auffbehielt / wan seyn geschaffner got nit ym weeg wer. Ich achts nit gering das sie knye bigen vor den heiligen. darvon wirt volgend gesagt.
Das . ehrliche halthung der bildnis. wider das erste gebot ist / sol keyner von mir / sonder auß der schrifft lernē. Exo. am xx steht alßo geschriben. Du solt nit frombde gotter haben. id est. Du solt gottis gütikeit / hilff / gnad / barmhertzikeyt / vnd endthaltung / nymand anderß / dan dem gerechten got tzu erkennē. Das lerne durch eyn exempell Got hat die Juden aus Aegypten gefurt / vnd aus dem kerker der dinsparkeit erloßet / die selbige gutheit solten sie keinē frombden got tzu gemessen haben. Aber sie machtē yen ein kalp / vnd sagten. Das seind die gotter Ißrahel / welche dich aus Aegypten haben gefurt. Exo. xxxii.
Das kalp waß ein frombder got / das die Juden nit hett erloßet / vñ sie sprachē doch. Eß hette sie aus egypto gefurt. Szo machen alle menschen frombde gotter / wan sie empfangen woltath ymand anders tzurechnē / dan dem warhafftigē got. Das ist / des sich got yn der schrifft vil malß beklagt / wie ich oben gesagt hab. Das ist das got Ißrael furwurfft / das sie yenē einē konig erweltē. i. reg.8. Osee. 13.
Eß kan ym eyner eynē menschē tzu eynē frombdē got machen. Eß kan sich ym eyner selbst fur eynē frombden got auffwerffen / als geschriben steht. Vermaledeyheitt ist dero / welcher hoffenūg yn eynen menschen setzet / vnd macht starck seinen arm. Widerumb gebenedeyheit ist dero in got hofft / welches hoffenung der her ist. Hiere. 17. Das ist eyn vrsach das sich Propheten offtmalß bedingē. sagende. Ich werde kein hoffenung vff meinē bogen setzē Mein schwert wirt mich nit selig machen. Ir solt nit in die furstē vertrauhē / das thun sie derhalbē dz sie keynē frombden got wellen machen / das sie keyn bild yn yrem hertz wollen haben / sie wollen den allein bekennen / der vnverbildlich ist. Dan gott kanß nit leyden.
Der wegen saget got bald darnach (alß ehr das gebot gab. Du solst nit fromde gotter haben) Du solst kein geschnitzte oder gehawbē bild machen. Du solt kein gleichnis machen / das oben / ym hyemel ist / oder das vnthen in der erden ist / oder das ym wasser ist. Du solst sie nit anbeten. Du solst sie nit eheren. Ich byn dein gott / ein starcker vnd rachsamer gott / ein eufferer / dero boßheiten der vetter in yren Sonen strafft. Exo. xx.
Sih wie got allerley bilder verbeut / darumb das menschen leychtfertig seind / vnd gneigt / sie antzubeten. Der halben spricht got / du solt sie nit anbettē / du salt sie auch nit eheren. Damit verbeut got alle ehererbittung / vnd bricht der Papistē schluffwinckell / welche alletzeit durch yre behendigkeit / der schriff gewalt thund / vnd machen schwartz / das weiß ist / boß das gut ist. Ob einer dorfft sagen. Ja ich bette die bilder nit an. Ich thun in nit ehere von yren wegen / sondern võ der heiligen wegen / die sie bedewten. Antwort gott kurtzlich vnd mit lichten wortē.
Du salst sie nit anbettē. Du salst sie nit eherē. Gloßiers wie du kanst / du salt sie stracks nit anbeten / du salst kein knye vor yhn byegen / du solst kein licht vor yhn antzunnen. Wan ichs haben wolt. spricht gott. dastu mich / oder meine heiligen / solst in bildnis eheren / ich wolt dir nit verbotten haben / bildnis vnd gleichnis tzumachen.
Nhu wil ich beweißen / das Christen bekennē mussen das sie yren Olgotzen ehere geben. Vrsach. das sie vor yenen (von wegen / der vorstorben heyligen mēschen) sich krumen vnd biegen / damit wil ich vestiglich bechlißen / das sie / dē bilden ehere ertzeigen. Dan wan ich einē marschalck ehere geben teht / võ wegen seines fursten / ßo ehere ich yhn vnd seinen fursten. Den diener als einen furstlichen diener / vnd den fursten tzuuor an. Ehs ist auch keiner leucke / das im / alß einē diener / eygē ehere beschicht. Alßo wen ich ein bild ehre võ gottis wegē / ßo ehere ichs doch warhafftiglich / das got verbotten hat.
Nhu will ich ferner fragen. Ist das ein kleine ehere / das wir bilder / heyligen nhennē? Wen wir vns recht endsinnen welten / wurden wir befinden / das wir / der warhafftigen heiligen / ehere / nyder biegen thun / vñ legen sie auff yre betrüglich bildnis / darumb nhennē wir bilder / heiligen / geb yhn alßo heiligkeit.
Ferner. Keiner kan verneynen / dan das ein groß ehre ist / auff den altaren tzu stehn. Ja der Babst achts fur ein solche ehere / das ehr keinen frumē Leyhen gestatt / vff einē altar tzuligen oder stehn. Ehs ist warlich vil / vnd hochlich eherē / wan du yemand do hinstellest / da der leib Christi gehandelt ist / da got allein soll angeruffen werdē / das got tzu sonderlichem lob / tzu eygner ehrerbittung auffgericht ist.
Die altahr seind der halben erfunden / das man vff yhn gottis nahmē soll anruffen / yme vff yhn allein opffer / vñ ehere geben soll. Szo hat Nohe seinen altar gebauwett gene. viii. Szo Abraham. gene. xii. Szo Moyses. Exo. xvii. Szo hat got vrsachen der althariē angetzeigt. Exo. xx. Das sein nhom gebreist / vnd ym opffere sollen geben werden / die eyner ye opffern wolt. Disse ehere. gebē wir den olgotzen / wan wir sie vff althar stellē vñ vor yen lichtlin antzunnē. Wan wir sie anruffen / vmb irer heiligen willen. Alles das wir vff altharien handeln / sollen wir gott thun. Deu. xxvii. Drumb ists ye nit muglich. das wir sie vff den althariē haben / vñ wollen leuken / das wir sie nit eheren.
Die weill nhun altariē / yn anruffung des nomē gottis yn sonderheit auffgericht seind / ists vill teuffelischer / das man der heiligen bilder vff althariē stellett / dan an meuren nagelett / wie der ander artickel ob meldet.
Gregorius der Bapst / hat seiner bebstlicher artt nit vergessen / vnd den bildern die ehere geben / die got seinem wort geben hat / vnd spricht / das bildnis / der Leyhen bucher seind. Ist nit das eyn recht Bepstlich laher. vnd teuffelisch tzugebung? Das die schefflin Christi verbotten vñ betrugliche bucher oder exēpel mogē gebrauchē
Christus spricht Mein schefflin horen meine stüm. Ehr sagt nit. Sye sehen meine / oder der heyligē / bilder.
Gott spricht. Meine schefflin / seind schefflin meiner weyd / das ist meiner laher / nit meiner bilder.
Moyses spricht. Ihr solt ewre kindern gotis wort von yugend auff leren.
Aber Gregorius spricht. Die Leyhen sollen bilder gebrauchen / fur bucher.
Sage mhyr lieber Gregori / oder laß mirs ymand sagen. Waß kunden doch leyhen auß bildern guts lernen? Du must ye sprechē / das man eytel fleischlich leben vñ leyden darauß lernet / vñ das sie nit weider furen dan yns fleisch / ferner mogen sie nit brengen. Exemplum / Auß dem bild des gecreusigten Christi lernestu nicht / dan das fleischlich leyden Christi. wie Christus seine heubt geneigt / vnd der gleichē. Nhu sagt Christus / das sein eygē fleisch nit nutz sey / sonder dz der geist / nutz sey vñ lebēdig thun machen. Szo spricht auch Petrus. Das Christus / worte hat gehabt / des ewigen lebens vnd gaistes. Dieweil nun dye bilder stum / vnd taub seind / konden weder sehen noch horen. weder lernē oder leren. vñ deuten / auff nichs anders dan vff lauter vnd blos fleisch / das nicht nutz ist. Volget vestiglich. das sie nicht nutz seind. Aber das wortt gottis ist geystlich / vnd allein den glaubigen nutze.
Drumb ists nit war / das bilder / der Leyhen bucher seind. Dan sie mogen kein seligkeit aus yhn lernē / vñ gar nichts aus bildern schepffen / das tzu der seligkeit dienet / oder tzu Christlichem leben notlich ist. Ich welt nit groß nemen vnd den bildern soliche ehere tzumessen / die Gregorius seynen olgotzē tzulegt. Ich mercke aber / warumb die Bebst soliche bucher den Leyen fur gelegt haben. Sye haben vermerckt / wan sie die schefflein / yhn die bucher furtten / yhr grempell marckt wurd nichst tzunhemen. Vnd man wurt wellē wissen was gotlich oder ungotlich. recht oder vnrecht ist. Paulus spricht Das wir yhn der laher Christi sollen bleiben / ßo rumett sich Christus das er seine Jungern seines vaters sermon gelert hab. Joan. xvii Sye haben keynes bildes nye gedacht.
Christus spricht auch / das die warheit letig macht vnd seine Junger macht. Joan. viii. Das kan kein bild thun. Drumb ists gleich ßo vil gesagt. Bildnis seind der Leyhen bucher / alß hette er gesprochen. Die Leihen sollē kein Junger Christi sein / sollen auch nymer frey werdē vons teuffels panden / sollen auch nit in gotlich vñ Christlich weßen kumen. Paulus der leret auch / das wir kein gemeindschafft mit dē; solhen habē / die bildnis eherē. i. Cor. v. vñ spricht noch eines. Ir solt die bilder nit eherē. Ir solt flihē vor ehererbietũg der bildnis. i. Cori. x. Sih wie Paulus eere erbietũg der bilder hasset / vñ wie wir nichts gemeine mit denē sollē habē / ßo bilder eherē / ap sie die selbe gleich nit anbetten.
Ja sagen sie. Paulus spricht / das bilder nicht seind. i. Co. viii. Wir wissen auch wol dz sie keine gotter seind / vñ das nur ein got ist. Antwort. Wolt got / das / dz die yene hertzlich wisten / die bilder fur bucher gebrauchen / das ich nit glaubē kan. Horestu aber ouch nit / das Paulus spricht das wir flihen sollē / vor eher erbitung der bilder?
Weistu nit / das Paulus spricht / die solche ding thun / die werden nit selig. Wie kanstu Leyhen selig machen / wan du bildnis / diße ehere gebst / die got seynē wort allein hat geben? Wan du sie in der stellt haldest / darynne gott allein soll geeret vnd angeruffen werden? Ich wil dir dein hertz / o Pfaff / o Monich / bald rüren / vñ beschlissen. dastu an bildern klebst / vñ hast eynen warhafftigen abtgot an dem bild das menschen hende gemacht haben.
Jetzo solstu endlich auch das eyn nhemen. Das ich gar nicht rhaten kan / das sich die tod krancken an geschnitzte oder gemalt Crucifix haltenn. Vrsach / das sie tzu nicht dienen / wie gesagt / vnd konden dē krancken nicht weider brengē / dan an fleischlich leydē Christi / das tzu nicht nutz ist / alß Christus selber spricht / das fleysch ist nicht nutz. Joan. vi. Daß gefelt Paulo nicht dastu Christum nach dem fleisch erkennest. Drumb spricht ehr. wir kennē Christum nit nach dē fleisch. Aber vnßer bildpreißer wellen den leyhē Christum ym fleisch tzuerkennē gebē / das nicht nutz ist. sie wellen lieber leren. wie Christus gehangē hat. dan warumb er gehenckt ist. Seinen leip / bart vñ wundē leren sie. Die krafft Christi leren sie gar nit. On die krafftt Christi wirtt nyemand selig. On leyplich gestaltt Christi werdē vil taußent selig das fur eins.
Fur das ander sag ich das bilder ingemein / verbotē / vñ Prophetē wider bildnis gepredigt haben / Abakuck. 2. spricht got. Weh dē dero tzu dem holtz spricht. Wach auff. Vnd tzu dem stilschweigenden stein sagt. surge. stehn vff. Wie kahn ein holtz oder stein lerenn? Ehr ist woll mit silber oder golth getzyrtt / aber keyn geyst ist yhn yhm. Abakuck. ii. Sih da / wie got die yene / mit we vñ we besprengt / die tzu eynem holtz sagen. Wach vff. Das ist bald gesagt wan du andacht tzu eynem holtz hast. Auch spricht got. We / dē dero spricht tzu eynem steyn. Steh vff / das ist / kum mir tzu hilff. Das sagen die narren tzu dē todkrancken menschē wan sie yn tods strickē tzappeln. Sagende. Sih da nun den hern Jesum yn deine hende.
Abakuck spricht. eß ist kein geyst in dē bildnis. Wan got auffgeht ßo fallē alle bildnis. Wa bilder sitzen / da kan got nit sein. alß Michee am. v. geschriben steht. Ich werde eurebildnis / in eurem mitell verderben / yhr solt nicht mehr anbeten / das werck ewrer henden. Czu dem dritten. wan ich gleich bekennet / das bildnis erleubt weren / das doch keyn Crist kan bekennē. Doch ist kein trost / dan in dem wort gotis. darin der gerecht lebendig gesund vnd selig wirt. Drũb ists vnuergleichlicher weiß mer / dz du einē; beide euangeliē fürsagest / welche der her tzur letzt / vñ vor seinē tod geben hat. Nemlich dastu eynē krancken vorsagest inhalt vnd meynung dißes trosts. Mein leip wirt fur euch gegeben Mein bluth wirt fur euch yn vergebung der sunden vergossen. Disse euangelia haben eynē lebentigen geyst. Das bild Christi hat nichts dan holtz / stein / silber oder gold vnd der geleichen. Fur das viert muß ich den Gregeristen / Bischoffs Epiphanii tath furwerffen / welcher vor tzeiten Hieronymi / ein tuch auß der kirchen genomen hat Drumb das ein bild eines heiligē oder gecreutzigtē Christi wider verbot der schrifften / dar ein gemalt waß. Darab ist wol tzu merckē wie die frumē Christen bildnis vor tzeiten gehaßt habē / vñ auß dē gots heußern verweist habē.
Epiphanius ist kumē gen Anablatha vñ do selbst in die kirchen gangē / vnd hatt eynē furhanck in der thur gesehē geferbt vnd gemalett / der eyn bild gehabt hat gleich alß Christi oder eynes heiligē. Ehr spricht das ehr nit eygēlich wiß / weß das selbige bilde gewest sey. Doch hat erß nit yn der kirchen wollen leydē / drumb das wider die schrifftt yn der kirchē hing / derhalbē tzuschneid er dē furhāg. Das steht in buchern Hieronimi geschribē Tomo. 3. fol. lxxz. lra. c. Sih / ap ich tzugobe das Leyhen ehtwaß nutzes vñ seligbarlichs aus bildern kondten lernē. Dorfft ich doch das mit nicht gestatē / wider verbot der schrifft vnd wider gotlichē willen. Die schrifft spricht klar auß das got bilder hasset vnd neydet / welche papisten / bucher nennē. Ich frage dich. Wan du eynem bilde aus hertzē feynd werest / vnd mogest eß weder sehen noch horen / wie wol wurd eß dir gefallen / wan dich eyner yn eynē solichē hessigen vnd grenlichem buch wolt lernē erkennē vñ dich ehren? Du wurdest one tzweiffel mich / mit dem buchlin oder bild / hassen vnd flihen / wan ich dich in dē welt eren dastu verbeutest / dastu hassest / dastu fleugest. Nu spricht gott das ehr keyn bild mag leyden / das wir machen / vnd das ehr alle die yene neyde vnd haß / die bilder lieb haben / wie obberurt ist. vnd Esaias schreibt. c. xl2. Sie sollen mit schandē geschmacht werden / die dē bilde vertrauhē.
Sih got ließ ein bild machen eynes brandes. oder schlangen / das waß ym nit gleich / was auch tzu nicht anders auffgericht / dan das die / ßo von den schlangen gebissen oder verwunt waren / das selbe bild soltē ansehē / auff das sie gesund wurden. Numeri. xxi. Das bild gabgot selber vnd waß nit von menschlichē hirn auffgericht / ydoch lobet die schrifft den konig Etzechiam 4 reg. xviii. das ehr die selbe schlangen abthett / darumb das yhr / die Juden opfferten.
Vnßere bilder haben keynen vrsprung von gott / ya sie seind von got verbotten. noch wellen wir sie verteydigen / Vnangesehen / das sich vil arme menschen an ynē beschedigen / vnd verletzen / die lichte / vnd pfenig opffern / vnd biegen sich / vnd thund yre heubter vor yhn endblossen. Noch dorffen wir die olgotzen vnd bilder verteydigē / yn dē kirchen behalten / vñ die arme einfeltige schefflin gotis lassen verderbē. in solichem greulichem myßbrauch. Vnd wellen sie ehren elß bucher.
Drumb muß ich weider sagen von vnutzikeit der bilder / Idoch alles wie die schrifft meldet / dan ich beger nit das yemand auff mich bawhe / oder mir gleube. Ja der teuffel danck dirs / wan du mir gleubest / oder auff mich fussest. Kere dein oren vñ augē auff die schrifft. welche alßo saget. Die scheffner des bildes seind nicht / vñ das allerkostligist vnd allerliebstes ist nicht nutz yn yhn.
Sie seind selber getzeugen yrer bilder / das sie nicht sehen / vnd nichts versteend. Esaias. xliiii. Hye mercke du abgottyscher vnchrist / das der schaffner / eynes byldes nichts ist / vñ dz ir allerbestes zu nicht nutz ist. Ja gewiß seind sie nicht nutz zu der seligkeit. Du must selber bekēnē das du keynen bildmacher wilt fragē / was dir tzu der selikeit nutz ist / yhn dem das ehr eyn bildmacher ist. Wye ist dē der Bapst Gregorius ßo kecke / das er darff sprechē. Bilder seind der Leyhen bucher? Wan yre meyster vnß nit konden leren. was vns nutz ist tzur seligkeit? Sih yre meistern sehen / horen vnd versten / vnd geben tzeugknis das yhre bylder weder sehen / noch horen / noch verstandt haben. Vnd du wilt / vnd solt / die bildmacher / nit fur bucher habē. Wie darffestu dan bilder fur bucher haltē?
Wie konden dir bilder nutz seyn alß bucher?
Wehr kan leuckē / das bucher nutz sein? nyemand. Wer darff sagen / das bilder nutz seind. wan yre bildmacher vnnutz seind? nyemād. Nhu will ich kurtzlich beweißē das auch bilder yhn sich selber vnutz seynd / alles durch. Esaiam. xliiii. Der ein Ewangelischer Prophett ist.
Esaias spricht alßo. Wer hat got formirt oder gemacht vñ das geschnitzte bilde tzesamen geplaßen? das tzu nicht nutz ist. Nymb war alle teylhafftige / vnd gesellen der bilder / werden beschempt. Sie werdēn alle sampt tzesamen komen / vnd sich forchten / vnd ehrschutt werdē etc.
Vnd meldet ferne vast spottlich vnd spitziglich / wie die Olgotzen gemacht werden / vnd tzu nicht nutz seyn.
Das kan ich auch nit verschweygen. Das gott knye bigen / krümen / vnd bücken / nit kan leyden / welchs wir den Olgotzen ertzeygen. Gott spricht alßo durch Esai.
Der bildmacher macht eyn bilde / vnd krümet sich vor yme. Er krümet sich vor yme vnd bettet eß an / vnd saget. Mache mich letig / erlose mich / dan du bist mein got.
Alßo haben sie vergessen / das die augen der bilder nicht sehen / vnd das sie in yrem hertze nicht verstehnd / vnd bedencke nicht / dz sie vor gesagt habē Ich hab die helffte des holtzß verbrand / dauon ich dießen got gemacht hab Vnd hab mit der selben helfft / des baumeß / mein fleisch gekocht / vñ den offen eyngeheytzt. Von dem andern teyll hab ich dißen abtgot gemacht. Vor dē klotz dißes holtzß / wil ich nyder fallen. Am ende des selbe capitelß spricht gott. Ich bin der her / welcher alle ding tueth / vñ nyemand mit mir. Esai. xliiii.
Hett ich weil vnd rawm / gern welt ich Esaiam handeln / aber kurtz halb / wil ich vom ende anfahen / vnd tzu dem anfangk kumen / vnd damit tzu angefangner materien wider keren.
Sih vnd mercke wol / das bilder in kirchen / wider das erst gebott seind.
Vnnd das gott mit nicht magk dulden / das wir eyne creatur nebent yen stellen. Drumb beschleusset ehr alßo. Ich byn der her / welcher alle ding allein macht / vnd keyner mit mir.
Das solt / yhr heylige fresser / eben mercken / das got allein alle hylff tueth / vnd keyner mit ym / oder nebend ym. Das muß ye war sein (soll anders die warheit war sein) das vnß kein creatur / nebend gott / hylffet. Nhu sage mir du Olgotzischer anbeter oder eeregeber / wan dir Heiligen nit konden helffen / was konden dir yre betrügliche bilder helffen? Du wilt den heyligen ehere thun in bildern / vnd gleich die ehere / die sie in yrem leben geflogen haben vnd verbotten. Sie haben ym leben nit mogen leyden / dastu yhn opffer gebest / oder sie anruffest / alß Petrus spricht. Eß ist nur eyn nhom vnther dē menschē / in welchem yr must selig werden. Acto. Iiii. Ist nur ein nhom / warumb machestu (Olgeck) vil nhomen vnther den menschen / in welchē du seligkeit verheischen thuest.
Weystu nit das sie Petrum ansahen vnd verwundertē sich / vñ Petrus sprach. Ihre mēner. waß verwundertt yhr euch? vnd warumb seht ir vns an? alß hettē wir das aus vnßer krafft vñ macht getan / das der lahm wandelt. Wir haben den selbē / durch vertrauhē yn dē hern Jesum. welchen der got Abraham Isaac vnd Jacob gesendt hat. gesund gemacht. Acto. 3. Sih du kugilichster vñ veister bildemacher / das Petrus ym lebē verbotten hat / dastu ym nach seinem tod darffest tzu messen. Weynstu das er itzt vnß ein andere laher wurd geben / vnd wider die / die ehr vns ym leben hat gebē? Du bekendest das ehr aus dē heiligen geist alhie geredt vñ geleert hat / war aus leret ehr ym tod? Petrus spricht yhr solt puß nit ansehen. Ja / hie antwerstu bald. Wir sollen bilder nit ansehen eß tettē sie etwaß aus eygner krafft.
Aber hoer zu. Wolt got das du war sagest. vñ dastu nit eynē eigen olgotzen hettest / welcher yn grosser macht bey dir ist. Was wiltu aber tzu dem Pachantten vers sagen Christoffore sancte virtutes sunt tibi tante / qui te mane videt de nocte ridet oder viuet. Sage mihr wie vil taußent menschē ein tzeit lang sanct Christoffels bild / der halben / angsehen habē / das sie vor dē gehen tod behut wurden? vnd auff den abend frolich mochten lebē? Habē die selbe nit yn yrē ansehen des gemalten Christoffels grosse hoffenung vnd trost gesetzt?
Du solst von der ergernis wegē / im glaubē / rathē / das alle bilder tzu dem Teuffell geschlept weren. Sih nu / ap die selbige / sanct Christoffels bilde. nit fur eynē got achten.
Du must mir auch tzugebē / das vil Leihen / der massen yn andern bilder / mit trost vnd hoffenung / hangen.
Heist nit solchs ansuchē / anbetē? Lieber domine her. her. ist nit das gesagt / liebes bilde mach mich ledig? oder erloß mich? aber behüt mich vorm gehen tod?
Sih du lessest gescheen / das Leyhen vor dē bildern. S. Pauli. Petri vnd Barnabi. etc. licht antzunnen / vnd ihn opffer furtragen / die sie. wie Pestellentz. ym leben geflogen haben / noch bystu der grob klügell. Bystu der hochgelarthe gesellh / ßo byt ich frunthlich / sag mir / Ab Petrus Paulus vnd Barnabas yhn eygner personē hetten mogē dulden / das wir sie vff altarē stellen? Du must Neyn vñ Neyn sagen. Warumb setzestu / yhre verbottē bilder vff altarē? welch bilder sie ouch nit angenomē hettē. Mercke auch lieber freund / das krümē vñ knihe biegen eere seind / die du wider gottis willen den bildern ertzeigest. Alß in obangetzeigten. xliiii. c Esaie berurt ist.
Mercke ouch / wie tolh / nerrisch / vñ vnsinnig die seind. die den bildern soliche ehere geben. Dan Esaias spricht. Sie krümen sich vor yrē gotten. vnd biegen sich / vñ habē vergessen vnd verstend nit / das yre bilder nicht sehē oder horen. Sie verstend nit / das sie spehn vñ holtzer von dem klotz gehauwen haben (welches sie fur eynen heiligē halten) vnd haben yre fleysch mit gekocht / vnd yre dornitze oder stubē warm gemacht / das wellen sie nit betrachten. Drumb werden sie geschendt werden / sich forchten / vnd bywen vñ tzerschutten O Wie vbel wirt eß dē / in tods notten / ergehn / die an olgotzen alßo kleben / die sich vor yn krümen vñ biegen. Eß wirt sie gar nicht endschuldigen / das sie das / dē heiligē thuen / got erkendt yre hertzē besser / dan sie selber / vñ wirt sie mit seinem wort vber tzeugē / dz sie dē bildern ehere gethan habē / nemlich mit dyßem. Du solst sie nit eheren. Exo. xx.
Nhu kum ich tzu dem anfangk / vnd nheme Esaiam / welcher spricht. Sie seynd tzu nicht nutze. Esa. Xliiii
Bucher seind nutze den leßern / Volget das bylder keyne bucher seind der Leyhen. Wider Gregorium vnd seyne gantze gesellschafft.
Horend yre Geegoristen vñ Papisten was Etzechiel spricht. Wan sich / eyner von mir keret / vñ setzet olgotzen yn seyne hertz / vnd kumet tzu eynem Prophetē / vñ fraget mich durch yhn / So wil ich yme durch mich selber anthwortē / vñ wil yen tzu eyn exempel vñ sprich wort machē vnd verderbē / vom mittell meynes volcks / Etzech. am xiiii. Sih da olgotzischer preyßer / was Etzechiell / von den bildern redet vnd vergysse beleib nit / wan du eynen olgotzen oder bilde yn deyne hertze nymbst (wie das vile thund / alß von sanct Christoffels bilde gesagt ist) das dich got verderben wil vñ verdammē / vnd wil dir selbst antworten. Itzo antwort vns gott durch seyne aygen wort. Du solst nit Propheten besuchen / wil aber yemant yn dießen tzeiten Doctores / Magistros vñ Baccalaurios vmb soliche sachen anlangen / vñ der stüm gottis nit wil glaubē one wanckell. der hore was in xiiii. c. Etze. volget.
Der Prophet dero yrren wirt / dē hab / ich got vñ herr irren gemacht / vnd wil yhn vom mittell meynes volcks vertilgen. Sih wie got beyde vertilgt den Propheten / der irret vnd irren macht / vnd den rathfrager / dero eynē solichē Prophetē rathfraget. Darnach wisse dich tzerichtē.
Wan eyner gottis verbott vñ willen weiß / soll er stracks dem selben nach volgē / vñ weder Engell / noch heiligen / noch Prophetē horen / die yhn von gotlichem gebot wellen tzihen / ap sie gleich eynē scheyn hetten / guter meynũg. Das die historiē. 3. reg. xiii. mit lichten wortē leret.
Got schicket seiner diener einen tzu dē Konig Hieroboam / vñ gebot ym / das er weder essen noch trinckē solt. Das verbot wisset / der selbe Prophet oder man gotis Semeas. Aber er ließ sich durch eynē andern Prophetē. verfurē. Welcher sprach. Ich bin ein Prophet gleich wie du. Vnd der Engel gots hat mich angeret. Sagende. für yen mit dir yn dein haus / auff das er esse vnd trincke. Das thet Semeas / vnd waß dem munde gotis vngehorßam. Derhalbē ließ yen got tzerreissen von eynē Lauhen.
Sih wan wir wort des hern haben / vnd wollen gotis mund vngehorßam seyn / vnnd vns durch eynen andern lassen vberreden vñ betrigen / ßo müssen wir sterben. Ab gleich der vberreder aber betrieger / gestalt hat eines Prophetē / eynes engels / eynes lerers / eynes Christen / welcher dir Christliche woltat pflegen / essen vnd drincken geben wil / vnd seyne woltat verhindert dich an gottlichem gebot vnd wort / salstu ym mit nicht volgen / ab er gleich ein dicker / starcker / veister Monich vnd doctor wer. Volgestu aber yemand von wegen seynes standes / scheynes / schoner wort vnd fruntlicher ertzeygung / vnd felst alßo aus gotlichem verbot / mustu gewißlich sterben (wie Semeas) von dem Lauhen. dero die welt vmb geht / eynen tzu suchen / den er verschlinckē mog.
Alßo erwurget gott die Sone Aronis Nadab vñ Abin / Drumb das sie frombd fewr vor gott opfferten / das yen nit geboten was. Leui. x.
Sih wan einer ein fewer antzundet / das dem fewer des hern ym weßen vñ hitze gleych was / dannest wan eß frombd was / straffet got / die yene / die solchs fewr opffertē.
Demnach sag ich / ab gleich bildnis antzeig hettē eynes guten dingks / dannest sollen wir sie nit leiden / in den kirchen / vñ vnther den glaubige. alß dz Balam hat mussen bekennen. Sagend. Eß ist keyn bildnis in Jaacob / vnd keyn olgotz in Israhel. Nume. xxiii. vnd Exo. xx. offenlich außgedruckt ist Derwegē sol kein Christ oder glawbiger bilder annhemē / dan er horet klerlich. Du salst kein bilder habē. Des worts sall der glawbig geleben / vñ keinen scheyn achten / wie der selb gestalt oder nhamen habē mogt.
Kumpt eyner vnd spricht / bilder lerē vnd vntherweyßen die Leyhen / gleich alß bucher die gelartē. Antwort du. Got hat mir bilder verbotē / derwegē wil ich nichts aus yenen lernen.
Kumpt eyn ander / vñ saget / Bilder vermanen vñ erynnern vns des hern leidē / vñ machē offtmalß / dz einer ein vater vnßer betet / vñ an got gedenckt / dero sonste weder betet / noch an got gedecht. Antworte du mein Christe. Got hat bilder verbotē. Itē Christus spricht dz got ein geist ist. Alle die got warhafftiglich anbetē / die beten got ym geist an. Joan. iiii. Alle die got in bildern anbetē / die betēten in lügē an / ym schein vñ eusserlicher antzeige gedenckē sie an got. das hertz ist aber fromde von got / vñ macht ym ein eigen olgotzen ym hertzen / vnd ist voller lügen / Alß Esa. xliiii. spricht. Ir nerrisch vnd tolh hertze betet sie an / vñ saget nit. Ich hab ein lügen yhn meyner gerechten hand.
Eß kan auch kein Christ leucken / das geistlich gebet / eyn gotlich werck ist / das got allein wircket / alß Hieremie 33. geschriben steht. Ich werde yhn offenbaren gebett vñ anbethung des frides / vnd der warheit. Das got alleyn wircket das kan kein bild wircken. Du darffest auch nit sagen / das dich das bild Christi / tzu Christo breng. Dan das ist ye war. Keyner kumpt tzu mir / eß sey dan / das yhn mein vater tzihen thun. Sie müssen alle gottis schuler sein / die tzu Christo kumen. Joan. vi. vnd nit von bildern vermant oder gelert werden tzu Christo tzekumen.
Laß alle bilder auff erden tzesamen tredten / dannoch vermogen sie nit / dir einē kleinen seufftzen tzu got tzegeben.
Wan ich ye eusserlich vermanung vñ erynnerũg wolt haben / soltt ich die begern / welche die schrifft antzeygt / nicht die sie hasset vñ verbeut. Alßo Ich solt vil lieber wollen das ich in anfechtung vnd betrubtnis / mit wagē vñ pferde viell / dan das ich tzu eynem bild quem auß ym selige vermanung tzeschepffen / dan Esaias leugt nit / das bilde tzu nicht nutz seind / Esa. am xliiii. Sye müsszē aber tzu etwaß nutz sein / wan sie vns vermanen mochten / vñ yhn warhafftige gedancken tzu gott fhüren. Das aber betrubtnis eusserlich leret vnd vermand / vnd macht das wir got erkennē / anruffen / vñ anbeten /. Leret die schrifft sagend. Vberdrenghung vnd vexation gibt verstand. Esaias am. xxviii. Duw hast mich gestrafft vnd ich byn gelert worden. Hieremias am. xxxi. Gott geysselt vns vnnd lerett vns / alß eyn vatter seyne Sone. Prouer. 3. Hebre. 12. Gott wil das wir / tzu ym schreyhen ym tag vnßers enfechten. Psal.
Gott wil aber nit haben / das wir tzu yhm ruffen / wann wir bilder sehen / ehr wil das wir sie hassen vnd fliehen.
Ihn dē tag / ßo der her erhocht wirt / werden die menschē yre bilder weg werffen vnd sie fliehen. Esa. 2. vnd xxxi. Michee am. v. Daraus volget / das bilder ye nit bücher seind / auß welchen wir lernen sollen.
Das bildnis keyne bücher sollen genant werden / kan eyn Christ alßo verstehn. Bucher leren. Aber bilder kondē nicht leren / alß Abakuck am. 2. saget Ist eß müglich das ehr leren kan? Das saget Abakuck von eynem steynerin Olgaffen. Daraus volget one wiederred / das bilder keyne bücher seind. Dan wan sie bücher weren / oder solten das leren / das bücher thund / ßo musten sie leren vnd vntherweyßen. Dar ab kan meniglicher erkennē / das Gregorius der Bapst ye bepstlich / das ist vnchristlich gelerth hatt / wan er den Leyhen bildnis / für bücher / gibt.
Dye schrifft vergleicht bilder vnd olgotzen / dē puben / vñ saget an vil enden / das die gotloßen mit bildern bulē / wie huren mit puben. Ich muß grob vnd vnnütz seyn. aber scheme mich nicht tzu reden / wie die schrifft redet / vnuertzumpffen. Ich hab yr hertz tzerbrochen / welches vō mir ging. vnd yre ougen tzerriben / welche mit dē olgotzē buleten vnd bubten. Etzechiel am. vi. Item du hast dir bilder gemacht in mans gestalten / vnd byst vnkeusch mit yhn gewest. Das gold vnd das silber / ßo ich dir / tzu deyner tzyhr geben hab / hastu gebenn tzu den bildernn / sie daraus tzu machen / vnd hast mit yen gebuelth. Du hast deyn kleyder genumen / vnd hast sie mit den selben. bekleydt vnd tzugedeckt. etc. Etzechiel am. xvi. Das thun wir den narren / die wir nit fur frombde goter achten wollen. Wollē auch nit horen / das sie vnßere gotter seind. Wie wol vns alle welth vberwindet mit vnßer reed vnd tath / das wir sie alß gotter halten / mit nhomen vnd ehrerbiethung. Dan das gecreutzigt bild nennē wir eynen hergot / vnd sagen tzeiten / das ist der herr Ihesus / wir thund ym auch soliche ehere / alß wer Christus selber da / dartzu habē vns die heiloße Bepst / vnsinnige Monnichen gebracht. Wir sagē auch / das ist Sanct Sebasti. das S. Nicklas etc. vnd der gleichen. Alßo nhennē wir sie / wie die ding / ßo got liebet / vnd vber weißen vns / mit vnßer reed vñ tath / das bilder vnser gotter seind / das vnßere bildnis seind mit welchen / vnßere augen bulen / vnd puben / vñ ist ye war / das sie alle sampt huren vnd eheprecheryn sein / die bilder eheren / oder vmb hylff ansuchen aber anbetē. Osee. ii. Etzech. am xvi. (Alhie wolte ich eyn weib / des Teuffels huren / wol betzalen. ader ich hoff sie werde / dem rathe des heiligen geysts volgig werden / das ist eyn parēthesis damit ich sie fur das ander mall wil gewarnet haben.) Die Teuffels huren die yre silber vñ gold / tzu bildern geben (vnd darumb / das man bylder in kirchen / aus dē mache / das got yen tzu eigner tzirung gebē hat) seind gleich die huren / von welchen. Etzech. am xvi. capitell schreibet / wie obē vermelt ist. Die manß bilder machen / vñ bulen mit yen / bedecken sie mit yren kleidern vnd tragen yenen kostlichen geruch / brot / wein / bier / tzu / huner / genß / vnd pferd. Ja dar tzu yre Kinder / vnd ire krancke frunde / tzu welchen got spricht. Meinestu / das disse büberey klein vnd gering ist? Der gleychen haben wir / nit wenig schrifften / welche die olgeckische anbeter huren vnd eheprecheryn schelten / Vnd beschlyssen / das kirchen / billich hurheußer sollen geacht werden / ßo bilder in yenen gestelt vnd geert werden.
Wie wol auch alle bilder / mēlich
alß. S. Sebalds vñ weiblich. alß. S. Vrßal vnd Otilien / aber yr gleichen verboten seind / vñ sollen mit nicht eyngelassen werden / wie Deutro. am iiii. geschriben steht dann est nhenneth die schrifft solige eher geber der bilder huren vnd ehebrecher / vnd soliche betrugliche bilder menner / vff das wir lernē. wie hoch vnd achtpar solich olgotzē seind / in der hertzē / die sie eheren vnd anbeten.
Das ist auch die vrsach / das got ym ersten / verbot gesagt hat. Ich bin eyn ewfferer. Exo. xx. Ehr wil vnßer lieber man alleyn sein / vnd das wir yen / alleyn / vmb hylff anlangen vnd biten sollen / alßo Osee. 2. vii. vnd andere Propheten leren Esa. i. vnd xliiii. etc.
Gott weiß sehr wol / wie ferlich vnnd schedlich bilder seind / vnnd wie wir in eynem augenblick / vns an yenen vergreuffen / darumb hat ehr vil malß bilder verbotten / durch Moisen / offtmalß durch seine Propheten lassenn verfluchen.
Eß hylfft dich keyn endschuldigung vnd außreed / ap du tausent mall sprechest. Ich ehere die genantē heiligen nit. in yrem nhamen / sonder in der nhamen welche sie antzeygen. Ach du haylose hur / meynestu das got dein hertze nit tiffer vñ mehr erkenn / dan du? Wan got nit wisset das ymand / ßo leichtlich eynen abtgot kond machē / das er selber kaum fület. ßo hett got lassen geschehen / das wir bilder / yn frombden nomen ehretē. Behilff dich / decke dich / vnd verkrich dich yn alle schlufflocher / vnd glossir deine tat / wie du wilt vñ kanst / du wirst dannoch gotlichem vrteil / vnd gericht nit endlauffen / das bilder schlecht verbeutt / vnd alle die vermaledeyheit die bilder schnitzen oder preißen / oder sie bewaren vnd eheren. Deu. xxvii.
Nhun wil ich / vnd sal den frumen Christen sagē / das sie alle abtgotter yn iren hertzen haben / die sich vor bildnis forchten. Vnd wil mein heimliche gedanckē / gegen aller welt / mit seufftzē / bekennē / vñ geb mich schuldig / das ich klein mutig byn / vñ weiß das ich keyn bild forchten soll / vnd bin gewiß. das got von den seinen fordert / das sie sich nit sollen vor olgotzen forchtē / alß geschriben steht. Ir solt frombde gotter nit forchten / nit anbettē / nit ehern / vñ solt yen nit opffern / sonder allein got / etc. Judicū. vi. iiii. reg. xvii. Vnd weiß / das got bey mir / ßo klein ist / alß gros mein forcht ist gegē dē Olfratzen. Dan got wil eyn gantz vñ voll hertz inhabē / vnd magk in keinen weeg leyden / das ich eyn bildnis vor meinen ougen hab. Item wan ich gott mit gantzem hertzen vertrauw. Szo muß ich seyne feynde ye nit forchten.
Drumb spricht got / aber sein geist / yn heiliger geschrifft. Ir solt frombde goter nit forchtē. Ir solt sie nit anbeten. Ir solt sie nit eherē. Vnd untherweißet vns / das bey sich ein ding ist. Bilder tzu eherē. oder Bilder zu forchtē. Der wegē soll ich kein bilde forchten / gleich wie ich keynes soll eherē. Aber (got klag ichs) mein hertz ist vō Jugēd auff yn eher erbiethung vnd wolachtung der bildnis ertzogen vñ auff gewachßen. vñ ist mir ein schedliche forcht eingetragē / der ich mich gern wolt endletigē / vñ kan nit. Alßo sten ich in forcht / dz der ich keinē olgotzē dorfft verbrēnē. Ich hette sorg der Teuffels narr mocht mich beleydigen. Wie wol ich die schrifft (an einem teylh) hab / vñ weiß. dz Bilder nicht vermogē / habē auch weder leben / bluth / nach geist. Idoch helt mich forcht am andern teyll / vñ macht / das ich mich vor eynē gemalten teuffel / vor eynē schatwen vor eynē gereusch eines leychtē bletlins forcht / vñ flihe das / das ich menlich solt suchen.
Alßo magk ich sagen / wan man eynē bey den horē tzeugt. ßo merckt man wie vest seine hare stehnd. Hette ich den geist gottis nit wyder die olgotzen horen schreyhen / vnd sein wort geleßen. Szo hett ich alßo gedacht. Ich hab kein bild lieb. Ich forcht kein bilde. Aber itzt weiß ich / wie ich yn dyßem vall / kegen gott vnd den bildern stehn / vnd wie vest vnd tieff bilder yn meinem hertzen sitzen.
Got woll mir sein gnad verleihē / dz ich die teuffels kopffer (ßo gemeinlich heiligen in der kirchen genant seynd) nit mehr / dan stein vnd holtz / forchten thun. Vnd gott geb / das ich stein vnd holtz nit / ym scheyn vnd nhomen der heiligen ehere. Amen Sih Hiere. am. x. a.
Auß ob vermelten schrifften volget / das Christē / gotlichem rath / willen vñ gebott / stracks nach volgē sollē / vnd keyne bilder mher leyden. Vnangeßehen dē althen boßen gebrauch / Pestilentzische laher der Pfaffen / vnnd das sie bucher der Leyhen mogen seyn. Dan gott hatt machung vnd behaltung der bilder verboten.
Vnd got beklagt sich senlich vñ schmertzlich / das wir bilder besuchen / in kleyner oder grosser tzuversicht. Vnd spricht / das sie seyn gotßhauß vnreyn machē vñ befleckē. Hieremi. xxxii. Alßo / habē wir der ersten beydē artickell glawbwirdige vrkund / vnd vnbetrügliche beweyßung |/ nemlich getzeugknis des Heyligē geistes.
Der dritt artickell fleusset aus eyngefurten schrifften / vñ steht in yren grunden vnd felßen. Ich wil aber des dritten artickelß sonderlich getzeugknis aus der schriefftt auch furen.
Alßo solt yr yen thuen spricht gott. Deu. vii. Ire altaren solt yr vmbkeren / vñ vmbsturtzen. Ire bilder solt yr tzebrechē. Ire linden solt ir abhauwē / vñ ire geschnitzte bilder solt yr verbronnen.
Wir haben keyne gotliche altaren / sonder heidnische oder mēschliche / alß Exo. am xx. tzu vermerckē ist. Drumb sollen Christen sie abthun / nach inhalt der schrifftē. Vngeacht das eusserliche ding seind. Dan wan du got eusserlich wilt eherē / oder yn Ceremonien ansuchen / solstu seine ceremoniē vnd seinem gesetz nach volgē.
Bilder sollē die Obirste auch abthun vnd tzu der peen richten oder vrteiln / datzu sie die schrifft vrteilett.
Ich hette auch gehofft / der lebentig got solt seine eingegebē werck / das ist guten willē tzu abtuhung der bilder voltzogen / vnd yns eusserlich werck gefurt habē. Aber eß ist noch kein execution geschehē / vileicht derhalbē / das got seinen tzorn vber vns last treuffen / yn meynung seinē gantzen tzorn außtzuschüden / wu wir alßo blind bleiben / vnd forchten vnß vor dem / das vns nicht kan thun.
Das weiß ich das die Obirsten derhalbē gestrafft werdē. Dan die schrifft leugt ye nit.
Hetten aber vnßere Obirste yren gotlichem rath vnd beschluß volendet vñ die pubische vñ verfurische klotzer auß dē kirchen / tzugeburlicher straffe geiaget. Musten wir sie loben / wie der .h. geist Etzechiam lobet. Welche bilder tzerriben / linden abgehauen / vñ das bild das got gegeben / tzerbroche hat alß am iiii. Reg. xviii. Welte got / das vnßer hern werē / wie die weltliche frumē Konig vñ hern gewest sein / in der Judenschafft die der .h. geist lobet. Sie haben ye in heiliger schrifft macht. yn kirchē tzehandeln / vnd abtzethun / das gleubige ergeret vñ verhinderet. Sie mogē auch die pfaffen in gotlichē rechte / dringen vñ treiben / betrugliche vnd schedliche ding anß tzefhuren. Das sihet yderman. iiii. reg. xxiii. geschriben / nemlich alßo. Der Konig Josias hat dē Obirste pontifex / vnd dē andern pfaffen geboten / auff das sie alle vaß / lindē / vñ der gleichē Baal auß wurffen / vñ er verbrandt sie außwendig der statt Hierusalē. Darauß sal yderman mercken / wie die pfaffen / den konigen vntherdenig sollen sein / auß gotlichem rechten. Derwegen solten vnßere Magistraten nit erwartē / biß die pfaffen Baal / ire geveß Klotzer / vnd verhindernis anfahen außtzufüren. Dan sie werden niemer mher anfahen. Die obirste weltliche hand soll gebieten vnd schaffen. Leyden sie aber bilder / mussen sie horen / das sie Judam irrenden vñ sunden machē / wie in gleichē valh Manasses gehort hatt. iiii. reg. xxi. Vnd ßo sie wurden sagen. vnßere vorfarn haben sie eingesetzt / wir wollē yrē weeg nach volgen. So spricht die schrifft. Ammon hat vbel gethan / wie sein vater Manasses / vnd ist in dem weeg gangē / darinne sein vater ging. reg. eodē. Wie die muter waß / alßo ist die tochter. Eure muter ist ein Cethea. vnd euwer vater eyn Amorreus. Etzech. xvi Gott kan nit dulden / das wir vns behelffen / mit furwendung. Wie vnßere eltern gangen seind / alßo wellen wir auch gehn.
Etliche bildekusser sprechen. Das alhte gesetz verbeut bilder / vnd das neuwe nit. Aber wir volgen dem neuwen / nit dem alten gesetz.
Liebe brüder behut euch got / vor diesem ketzerischē sermon vnd wort. vnd das ihr ye nit sprecht. Wir volgen dem alten gesetze nit. ader nhemen eß nit ahn / dan das gehort den vnchristen tzu. vnd bricht vnd verkleindt die laher Christi. Dan Christus beweyßet seyne laher aus Moise / vnd Propheten. Vnd spricht das ehr nicht komen sey / das gesetz tzu brechen / sonder tzu erfullen. Ehr hat auch seyne Junger gelert / wie das er hab mussen lebē vnd leyden / auff das die schrifften erfulth wurdē / Christus hat ouch nicht den aller kleynslen buchstaben / ym Moyse verbrochen. Ehr hat auch keynen tzusatz / vnd keynen abbruch dem gesetz Moysi gethan. Kürtzlich Christus hat nichts nyder gelegt / das gott ym alten gesetz behagt hat. Christus ist im willen vnd inhalt altes gesetzes bestanden. Wer disse tzwen sprüch tzesamen fügen kann. Nemlich. Fide legem antiquamus. Fide vel gratia legem stabilimus. Der versteht Moysen Propheten / Christum / vnd Paulum. In dem artickell. das. alth gesetze vnpundig ist. Itzo ists tzuvil / das tzu erklerē so weyß ich auch dz mich die gesetz feinde nit versten wurden. Drumb wil ich obgedachten kegenredenern / alßo antworten. Lieber gesell / du sprichst / das alte gesetz verbeutt bylder. Der wegen wiltu yhn stadt gebenn in gottis hewßern / vñ wilt soliches verbott gering achten. Warumb sprichestu nicht auch / das wir Vater vnd Muter nicht schuldig seyn tzu eheren / weyl das ym alten gesetz verbotten ist? Mher todschlagk / unkeuscheyt / dyeberey / vnnd der gleychen myssetath / seynd yn den taffeln verbotten / darynn bylde verbotten seynd / Vnd verbott der bylder statt oben ahn / alß das meynste vnd groste. Verbott der vnkeuscheyt / vnd dyeberey etc. steht vnthen ahn / alß das mynder vnnd kleynste.
Warumb sprichestu nicht auch. Wir wollen. Ehebrecherey / dyeberey / morderey vnd der gleychen verhencken / vnd ynn kyrchen dulden / der halben das ym althen gesetze verbotten seynd?
Christus tzeiget dem das gesetz / dero froget. Waß sol ich thun / auff das ich / yn das ewig leben gehn? Warumb solt ich dich disses fals. auch nit / in das gesetz Moisi fhuren? Du sprichst. Esaias vñ Hieremias seind euangelische Propheten. vnd sie verbieten bilder / warumb mißhaget eß dir / das sie bilde verbieten?
Ich sage dir das got bilder nit weniger / noch mit kleynerem fleyß verbotten hat / dan todschlahen / stelen / raubē / ehebrechen / vnd der gleichen.
Endlich du must tzugeben / das Paulus / ein reicher prediger ist / des Euangelien vñ newē gesetzs. Der die tiffe Moysi erreicht / vñ tzu lichte gebracht hat. Der Christliche verheischung vber die massen trostlich verkundiget. Du must auch volgende sagē. wan Paulus bilder verbeut ßo wil ich sie flihen. Nhu hoer. Paulus spricht. Sie haben / des vnsterblichē gotis / glorien / durch gleichnis nit allein eynes toden mensches / sonder auch der vogeln / der vierfussichten vñ krichenden thirern verweßelt. Ro. i. Horestu nhun / wie boeß vnd schedlich Paulus bilder schatzet? Ehr spricht. das bildepreißer gotis glorien stelē / vnd geben sie gleichnissen der creaturē. Alßo verklynen sie got vñ honen yen. Drumb spricht Moises offtmalß das got vnßer bilder / vnd gleichnis / nit kan leydē. Alßo stümet Moises mit Paulo. Auch hab ich / auß den episteln Pauli obangetzeigt / das keyner / zu got kumpt / wan ehr bilder eherett.
Quelle: Andreas Karlstadt, Von Abtuhung der Bilder und das keyn Bedtler vnther den Christen seyn sollen 1522 und die Wittenberger Beutelordnung, herausgegeben von Hans Lietzmann. Bonn, 1911, S. 4–22. Online verfügbar unter: http://digital.bib-bvb.de/publish/content/18/13207686.html.