Kurzbeschreibung

Das Europa des frühen 16. Jahrhunderts spiegelte die religiöse Vorherrschaft der römisch-katholischen Kirche wider, wobei religiöse Minderheiten allerdings über den Kontinent verstreut existierten. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts hatten Spanien und Portugal die katholische Vorherrschaft wiederhergestellt, während orthodoxe Kirchen Ost- und Südosteuropa dominierten. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts waren die religiösen Konstellationen Europas wesentlich komplexer geworden, da sich die Reformationen zu konfessionellen und regionalen Unterschieden verfestigten und das Osmanische Reich seinen Einfluss auf Südosteuropa ausweitete. Auf den Britischen Inseln gab es katholische, calvinistische und anglikanische Regionen, während in Skandinavien die Lutheraner dominierten und im europäischen Mittelmeerraum wiederum die Katholiken überwogen. Die deutschsprachigen Gebiete spiegelten regionale religiöse Unterschiede wider, welche von katholischen, calvinistischen oder lutherischen Mehrheiten geprägt waren. In ganz Europa gab es religiöse Minderheiten, darunter Juden, Muslime und Täufer, die in unterschiedlichem Maße toleriert wurden.

Konfessionelle Spaltungen vor und während der Reformationen

Quelle

Quelle: Kartografie (WCAG-konform) von Gabriel Moss, 2025, in Zusammenarbeit mit Greta Kroeker. Die Daten stammen aus: Mark Kishlansky et al., Civilization in the West, New York: Harper Collins, 1991.