Quelle
Acta primejnstantie
Lynsers Hannsen vs. Arbogasts Hansen
Eßlingen 18 Junij Anno. etc. 25
Dem Wolgepornen ouch dem Strenngen Hochgelertten, Ernuesten vnnd Furnemen Hern, Camerrichtern, ouch denn beysitzern des keyserlichen Camergerichts zu Eßlingen, vnsern gendigen herren.
Wolgeporner, Gestrenngen, Hochgelerten, Ernuesten vnnd Furnemen, gnedig Herrn. E. G.[1] sihen zuuor vnser vnnderthenig gehorsam willig dienst. Gnedigen hern. Vnns ist von E. G. ein compulsorial oder zwangbrieff zukomenn. Dem vns geboten, Linsers Hansen als appelanntten alle gerichtliche acta vnnd handlung, vor vns zwischen jm, eins, vnd Arbogasts Hannsen, anderntheils, inpracht, vff gepurende besoldung mitzutheylen. Daruff wir dann E. G. zu vndertheniger gehorsame alles das jhenn, so von den parthien vor vns als Richtern ingefurt, wie dann solichs in gschrifft verfaßt vnnd volgende ein loblichen Rat der Stat Straßburg in gezugks wyse vnnsern altten gepruch nach vberschickt worden ist, jnn dise pletter oder Register abschriben vnnd dem begerennden theil vff sine belonung lossen werden. Wie dann E. g. zuuernmen hat, hiemit vns als deren arme vnderthenigen gehorsame in gnedigen Schutz vnnd schirm beuelhendt. Clag vnnd antwort zwischen Arbogasts Hansen, clegern, an eim, vnnd Linsers Hannsen, antworttern, andertheils vor Schultheis vnnd gericht zu Wolffsheim furpracht, wie harnoch stat.
ITEM. Arbogasts hans, cleger, an eim clagt durch sinen Fursprechen fur- gewandt. Es hab sich begeben vff dem Sibenden tag des jares vierundzwentzig, das Arbogastshans vnnd Linsershanns mit andern burgern by jnen jn des Bruschers huß gezert haben. Vnnd in dem so sindt vneinß worden Hurtzels Lentz vnd Schlucken Jerge von Wolfißheim, das Hurtzels Lentz von leder gezuckt, vnnd den Schlucken Jergen begert zu- schedigen. Als aber das Arbogastshans gesehen, hat er als billich fryd gepotten vnd gesagt zu Schlucken Jergenn, „Stand styf vnnd hab frid, dir sol niemant nit thun.“ Aber vber solichs fridbiettens, so Arbogastshans gethonn, der sich gegenn neimants args versehen hätte, do hat sich Linsers Hanns zu dem Arbogastshansen mit einem protmesser genahert, vnnd vber genannten frydgepottens jnn, den selben Arbogastshans, zu den dritten mal in sin lyb gestochen. Als da nun Arbogastshans empfundenn vnd gesehen, das Lynsers Hannsen Sun ouch sin nahern woltte, do hat Arbogastshans noch Linsers Hansen erst gestochenn vnnd jm vnderm arm hingestochenn. Het sich sins lybs gern erwert. Vnnd vber das hat Veltin der Heimburg ouch fridgepotten. Vber solichs fridgebiettens, do hat Linsershans Arbogasts Hansen vff ein Banck getruckt vnnd jm den vierden Stich jnn sein lyb geben. Vnnd, so Got der almechtig sein gnad nit mit Arbogastshansen getheilt hette, wolzuerachten, das durch solich vier stÿch der selb Arbogastshans vom leben zu dem dodt komen were. Des sich der selb Arbogastshans schwerlich beclagt, vnnd noch nyeman erkennen oder erachten kan, was jm durch soliche stÿch entstoen mochte. Vnd so Arbogast solche stÿch mochte abekauffen, wolt er villieber hundert guldin geben, dann solche stÿch in sinem lyb tragen. Nun noch lut kuntschafft so in dem handel gesagt. Begerte Arbogastshans, dweyl Linsershans in solcher moß geschedigt hat, one alles anpringens Arbogasts Hansen, setzt er zu recht als cleger, das Linsers Hans billich jm ein abtrag [thuge vnnd den scherer sine lidlons bezale. Vnd den atz, so Arbogasts Hans in siben wochen zu sinem schmertzen verzert hatt, vnnd vmb sein versumnuß der siben wochen in billicheit er vernugen thuge. Vnnd fur den frevel, so sich in dem handel verloffen hat, die herschafft verniege one Arbogasts Hansen costen vnnd schaden. Darzu allen erwachsenen gerichtscosten, so Arbogastshans des handels halb rechtlicher wÿse vffgetriben vnd vßgeben hat, der messen ouch abtrage vmd betzale. Setzt darmit zu recht zuerkennen was recht ist.
ANTWORT. Linnsershansen durch Hans Trumenschlager, sin Fursprechen, furpracht. Item, es sagt Linsers Hannsen Fursprech, jn befrembd vnnd wundere sere, das Arbogasts Hans ein solich clag vff jn gesetzt habe. Das solle vnd werde sich nymermer finden, das Linsers Hans solchen frevel begangen habe. Es befremde jn ouch witters mehr, das er durch jn den Arbogasts Hansen gegen der herschafft so größlich beclagt sehe, das er ein solchen schweren handel, als vff jne beclagt ist, gebanden sollte haben. Darumb stöhe er hie als vor dem Richter, jn hoffnung noch verhör der kuntschaft werden kuntlich, das Linsers Hans solchen handel nit begangen habe, [vnnd] jn hoffnung, Linsers Hans werde noch verhore der kuntschafft solichs ledig erkant, mit abtrag costs vnd schadens.
NACH clage vnnd antwort, rede vnnd gegenrede, kuntschafft vnnd worheit haben die Erbern Schaffeltzheim Lentz, der schulthes, Diebolt Bruscher, Martins Thengen, Hesselß Edten, Lienhart Karcher, Jacop Linser, das gericht zu Wolffsheim. Dwyl sie des handels nit bericht vnnd jn zuschwere darin zuerkennen, gewysen in zogs wyse vor den Strengen, Fursichtigen, Ersamen vnnd Wÿsen Meister vnd Rat der Stat Straßburg, als den solichen hanndel gnugsam wyse sint, darinnen zuerkennen, was recht geschehen, vff Montag nach Natiuitaten Johannis, Anno vier und zwentzig. Vff solichs ist vns von ein loblichen Rat der Stat Straßburg, vnnsern gnedigen hern, dise vrtheil schriftlichen zugeschickt worden, die wir ouch vnserm altten gepruch nach zu Wolfisheim in sitzendem gericht eroffnet haben. Des inhalts, vff verhor obgemelter gezugks vnnd angeregter rechtuertigung ouch bygeprachter beider parthien kontschafftenn, Habent wir Meister vnnd Rat der Stat Straßburg zu recht erkandt. Dwÿl in der kontschafft sag erlernten, das Linsers Hans als antwortter Arbogastshansen, den cleger, beschediget, das er dann jm Arbogastshansen den schererlon ouch allen gerichtscosten vnnd den frevel gegen der oberkeit abtragen sol. So dann des gelutenen lipssachens, ouch der versummnüß halb, wysent wir dieselbig mutmessung vnnd widdergeltung widder fur schulthess vnd gericht gon Wolfiseim, als die gelegenheit der zweyer puncten halb mer wyssens tragen, was dofur billich sie zugeben, zuerkennen vnd zumutmessen. Actum Fritag noch dionisij, Anno etc. vierundzwentzigk.
DER ZUIGEN SAG. VERHORUNG der kuntschafft Arbogastshansen in der handlung widder vnd gegen [Lynnsershansen vor Schultheis vnnd gericht zu Wolfißheim ingeleit.
[I] Namlich vnd zum ersten, Hanns von Wiherßheim, der do gesagt by dem eide, niemants zu liebe noch zu leide, sunder vmb furderung willen des rechten. Das er vff den Sibenden tag in disem jar sampt andern in dess Bruschers huß gezert, hab sich begeben in der oben vortten, das Arbogasts Jacop ein gultgutthel veil gethon habe, darumb jme Lentz Biebel vnnd Linserslentz ein gelt gepotten. Vnnd jm selben, als sie jme kauff gewesen, so sig Schlucken Jerg ouch darin gewesen, vnd gesagt zu Arbogasts Jacopen, er sol das gutthel nit verkauffen sunder das behaltten. Vnnd thu jme gelt not, wolle jme das lichen. Daruff Lentz Biebel geredt, was er jnn den kauff zureden haben. Daruff Schlucken Jerg geredt, solt er nit reden, das ein frundt dessen behielte. Vnd gesagt, er solle das gult gütthel gehaltten, er wolle jme zwentzig guldin lichen. Daruff Lentz Biebel gesagt, er hab jme baß zwentzig guldin vmb das gultguttel zugeben, dan er jme das zulichen haben jn solchen vnd vil andern wortten, hab Lentz Biebel vber Schlucken Jerg gezugkt. Vnnd jm selben die gesellen zusamen gelouffen, Wyß aber nit, ob sie haben wellen scheiden oder nit. Vnnd jm selben hab Arbogastshans den Lynsers Hansen erwist, vnnd hindersich gezuget. Vnnd gesagt nit also Lynnsers Hans geben fryde. Do hab Lynsershans ein scheidmesser in der handt gehapt vnnd aber Arbogastshans jme kein leidt bergert zuthun. Vnd Lynsershans jme selben noch Arbogastshansen gestochenn. Sihe disen zuigen nit züwyssen, ob er jne dieff oder wie er jne gestochen haben. Vnnd noch dem selbenn, dy sig der jung Linsershans herfur gewist vnnd von leder gezuckt. Vnnd wo ouch der wurt vnnd diser gezuige ouch andere gesellen nit weren gewesen, so hett er denn Arbogastshansen gar hingericht. Vnnd noch dem selbe, als man den Arbogastshannsen hinweg gefurt, sihen vber ein wile, als man hat wellen zu nacht essen komen Linsers Hans vnnd Linsers Lentz, sin Bruder. Vnd Linsers Hans ein gabel in siner hanndt gehapt vnnd in die stuben getragen, vnnd der Linsers Lentz ein alt Reitschwert. Vnnd als man zu nacht hab gessenn vnd hinuß wollen geen, so sihen Martzolffshans vnd Claus Schnider komen, vnnd wollen in das wurtzhuß geen. Sygent Linsers Hans vnnd sin bruder, Lentz, jnn dem huß gestanden, vnnd Linsers Hans jnen den stych gebotten. Vnnd gesagt, „was geend ir do vff guts oder vff boss?“ Hat Martzolffshanns gesagt, „sie gondt vffs guts do.“ Vnnd damit gesagt, „wollent ir mit vns truckenn?“ So geend harin. Vnd sig also der alt Linsers Hans herin gangen, vnnd Linserslentz dopliben. Souil sige disem zuigen zewÿssenn.
[II] Mathis Metziger, hat geseit, Mathis Metzinger, ouch by dem eide, niemant zu liebe noch zu leide, das jme zuwÿssen sige, wie es sich hab geben am sibenden tag, das er mit sampt andern hab zu Vesper gezert, habenn etlich gesellen ein kouff angefangen vnden am tisch mit eim gultgut vnnd in vneinigkeit komen. Also, das sie vber einander [gezuckt habenn. Wyß aber nit, wer von erst gezuckt habe. Jnn solchem sige diser gezuige vffgestannden, do habent etliche denn friden gepotten. Namlich Arbogastshanns vnnd Hentzen Veltin. Vnnd damit er zu der thur hinuß giengen vnd nit gesehen, welcher den andern gestochen haben. Souil sige disem zuigen dauon zuwissen.
[III] Hantzen Veltin het geseit by dem eide, etc. Das jme zuwissen sige, wie es sich hab begeben, das er vnnd etliche gesellenn vff dem Sibenden tag gezert haben. Do habe diser gezuig gehort, das sie vorden am tisch sint vneinß wordenn. Haben diser gezuig gesagt, „lassent mich vfston, ich mein ich wol darfur sein.“ Vnnd in dem als diser gezuig hat wollen vfsteen, hab Lentz Biebel gezuckt vnd den friden gepotten, jn solchem hab Lynsershans denn Arbogastshannsen begert vnnd voran am Rock erwist, do hab Arbogastshans gezugkt, vnnd Linsershannsen am arm mit dem thegen hin gestochen. Vnd doch mit dem selben ouch den friden gepotten. Vnnd dise zwen zusamen kommen vornen by dem offen vnnd vber einander gelegen. Wyß aber nit, was das mal gehandelt worden sig. Vnnd noch demselben sie widderumb zu samen komen vber dem langen tisch, ob sie aber dozumal einander gestochen haben. Weißt ouch nit, das Linsers Hans ein messer gehept habe. Nit mehr sig disem zuigen zuwyssen.
[IV] Schlucken Jerg, der ouch by geschwornem eyde gesagt hat, das es sich habe begeben vff denn Sibenden tag, das sie zu oben gezert, hab sich ein kauff erhaben gegen Arbogast Jacob, Herttelslentzen vnnd Linsers Lentzen. Do habe diser gezuige zu Arbogast Jacopen gesagt, was er sich zuige, dass er sin gut verkouff jnn Soltheim, sig diser zuige mit Hirtels Lentzen des kouffs halben mißstossig wordenn. Vnnd jnn dem selbenn Hirthels Lentz vffgewißt, vnd diser zuige vber den tisch geschrittenn. Vnnd Arbogastshans zu disen zuigen gesagt, „Stand stÿl, es sol dir nyemant nit thun,“ vnnd friden gepotten. Jnn dem selben sigen sie in der stuben durch ein ander gelouffenn, vnnd Linsershans denn Arbogastshansen eben by dem Rock erwißt, vnd mit dem Brotmesser drÿ stych vff den Arbogastshansen gestochen. Do hab Arbogasts hans sin thegen erwißt, vnnd mit dem thegen dem Linsers Hansen vnder dem arme hingestochen. Souil sige disem zuigen zuwissen.
[V] Thoman von Schaffpoltzheim, hat ouch geseit by gethonem eide, niemant zu liebe noch luleide, das jme zuwissen sige. Also, die gesellenn in der stuben haben zu oben gezert vff den Sibenden tag in disem jar, sige diser zuige vff der bynen an der lenen gelegenn vnnd gehort, das die gesellen sigent vneinß wordenn. Sige diser zuig herab gelouffen vnnd ouch in die stub ganngen, vnnd gesehen, das Arbogastshans noch Linsers Hansen habe gestochen vnnd Linsershans den Arbogastshansen erwist, ein scheidmesser in der handt gehapt, vnnd jn vff dem tisch geworffenn vnnd sie voreinander gelegenn. Weißt aber nit, ob sie einander der zit gestochen habenn. Nit meh sagt disem zuigen zu wyssen.
[VI] Lienhart Burger, der ouch by dem eyde, den er gethon, gesagt hat, neimants zuliebe [noch zuleide, das jme zuwissen sige, das es sich hab begeben an dem Sibenden tag, das Arbogastsjacop hab dem Lentz Biebel vnnd Linserslentzen ein gut veil gethon. Do hab Schlucken Jerg gesagt, er solle das gut behaltten. Vnnd gesagt, het jn gelt not, er wolt jme solichs lichenn, vnnd jme als wol zwentzig guldin furzustrecken, als Lentz Biebel jme zugeben hett. Do hab aber Lentz Biebel vermeint, er vermags nit, jnn dem selben sigent sie uneins worden, vnnd vffgewüst, vnnd doch gut gesellen darzwischen gewesen, vnnd jnen der haimburg allen friden gepotten, als hoch er jne zugepietten habe. Vnnd diser zuig von disenn zweyen kein hader meh gewyßt, jnn dem selben diser gezuig gesehen Arbogastshansen oben am tisch mit eim thegen in siner handt, hab diser gezeuig jn getruckt oben an dem tisch vnnd nit gesehen, das er yemants leides hab begert zuthun. Vnnd Linsershans komen vnnd ein scheidmesser in siner handt gehapt, vnnd dise zuge jme gewert, souil er jme gemocht. Vnnd jme gebetten, dauon zusteen, dann er kome in angst vnd not, habe aber nit wollen helffen sunder die handt angeschlagen vnd diser gezuig gewert biß sie einander sygent komen. Vnnd doch also nahe by jnen gewesen, das diser zuige nit hat kunden sehen, ob Linsershans jn den Arbogasts hans hinüßkomen, habe diser gezuige gehort, das er gestochen sige. Souil sig jme zuwyssen.
[VII] Hanns Burger, der ouch by gethonen eyde gesagt, vnnd jme zuwyssen sige. Als diser gezuige vff obgemelten tag sampt ander gesellen zu oben gezert, hab Arbogasts Jacop ein guttel wellen verkouffen, hab ime Schlucken jerg gewert, er sol solichs nit verkouffenn. So sige Schlucken Jerge vnnd Lentz Biebel vneinss wordenn, in solchem hab sich ein wort dass ander begebenn, das sie vff sigent gewust. Vnnd aber gut gesellen da zwischen gelouffen vnnd gewert, jnn solchem Linsers Hans gelouffen vnnd ein scheidmesser in siner handt gehept. Vnnd diser zuig jne gepotten, er sol zufriden sein, vnd das messer instecken. Vnnd aber er sich von disem zuigen gerissen vnnd sich an ine nit wollen keren. Ob aber Linsers Hans der Arbogasts Hannsen dozumol gestochen habe oder nit, sige disem zuigen nit zuwyssen.
[VIII] Scheffels Martin. Das jme zuwyssen sige, vnnd by geschwornen eide gesagt, als sie mit einander zu oben gezert habenn, sige Schlucken Jerg vnd Lentz Bibel eins kouffs halben vneins worden. Jme selben habe Lentz Biebel gezuckt, vnnd in dem dieselben durch einander gelouffenn, vnnd als diser gezuig hinuß komen, hab man gesagt, das einer in der stuben gestochen worden sige, habe aber diser zuige solichs nit gesehen.
KUNTSCHAFFT VFF BEGER LYNSERS HANSEN VERHORTT. Vnnd namlich vff Lentz Biebel, der do by dem eide, den er schworn, gesagt hat, das jm zuwyssen sige, als sie vff den Sibenden tag zu oben gezert haben, do habe Arbogasts Jacop disem zuigen vnd Linsers Lentzen ein gut veil gehtonn vnnd das kauffs sigent sie eins worden. Vnnd diser gezuige gesagt, „Wurt lang vns ein moß wins.“ Vnnd als der win komen, [sige diser zuige vffgestanden vnnd gesagt, also hab er vnd Linserslentz dem Arbogastsjacob ein gut abkoufft vnnd ist dis ein winkouff moß. Jnn dem hab Schlucken Jerg gesagt, „Jacop, du solt din gut behaltten. Bedorffestu gelt, ich will dir zwentzig guldin lichen.“ Vnd jnn dem sich ein wort das ander begeben, das diser gezuig vnd Schlucken Jerg sigent vneins worden, vnd sie mit dem selben alle vffgeweßt. Vnnd also diser zuig von dem tisch vffgewust, do hab Henntzen Veltin disen zuigen ernydergeworffen. Vnnd als er widderumb vffkomen, do hab Arbogasts Hans den friden gepottenn. Vnd der selb Arbogastshans vnnd Linsers Hans in einander gehanngen. Hab aber diser gezuige nit gesehen, das sie einander gestochen haben, nit meh sige disem zuigen züwyssenn.
VNND DAS solichs alles vor vnnd durch vns schulthes vnnd gericht zu Wolfißheim verlouffen vnd zugangen, So habent wir das zu vrkundt, mangels halb eigens jnnsigels gepetten vnnd erpetten, dem Edeln vnnd Ernuesten Junnckher Heinrich von Nüneck, vnsern gunstigen lieben junckhern, das er sein jnsigel haran gehenckt. Das ich, Jerg von Nuneck, Bekenn also gethon haben, doch mir vnnd minen erben on schaden. Vnnd geben uff Montag den Sibenundzwentzigsten Martij von Christi vnsers lieben hern gepurt Thausent funff- hundert zwentzig vnnd Funff jar gezalt.
E. G. vnderthenige Armen Schulthes vnnd gericht des dorffs Wolfißheim
Anmerkungen
Quelle: Straßburg, Archives Départementales du Bas-Rhin, Série 3B, 707/8.